NA · NAM
Atlantik-Gateway für das südliche Afrika (SADC), Rohstoffexporteur, importabhängig
Hauptstadt: Windhoek
Kurzprofil
Namibia liegt im Südwesten Afrikas an der Atlantikküste und grenzt an Angola, Sambia, Botswana und Südafrika. Mit rund 3,02 Millionen Einwohnern (Zensus 2023) auf etwa 825615 Quadratkilometern ist es eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Hauptstadt ist Windhoek, Währung der Namibia-Dollar (NAD), der im Verhältnis 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt ist; beide sind innerhalb der Common Monetary Area gesetzliches Zahlungsmittel. Logistisch ist Namibia über den Tiefseehafen Walvis Bay ein bedeutendes Atlantik-Gateway für das südliche Afrika. Das Land gehört zur Südafrikanischen Zollunion (SACU) und zur SADC; Importe werden einmalig verzollt und zirkulieren danach frei innerhalb der Zollunion. Die Zollabwicklung erfolgt elektronisch über ASYCUDA World bei der Namibia Revenue Agency (NamRA). Die Einfuhr-Mehrwertsteuer beträgt 15 Prozent. Exporte sind stark rohstoffgeprägt (Diamanten, Uran, Kupfer, Gold, Fisch); für Rohdiamanten ist ein Kimberley-Prozess-Zertifikat erforderlich. Über den Trans-Kalahari-, den Trans-Cunene- und den Walvis-Bay-Ndola-Lubumbashi-Korridor ist Walvis Bay mit den Binnenländern Botswana, Sambia und der DR Kongo verbunden.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Namibia Revenue Agency (NamRA)Import-System
ASYCUDA World (elektronische Zollanmeldung). Namibia gehört zur SACU-Zollunion; in Walvis Bay verzollte Waren zirkulieren frei nach Südafrika, Botswana, Eswatini und Lesotho.
Export-System
Ausfuhranmeldung über ASYCUDA World bei NamRA. Rohdiamanten benötigen ein Kimberley-Prozess-Zertifikat (Diamond Act 13/1999).
Einfuhrsteuer / MwSt
SACU (gemeinsamer Aussenzoll), SADC-Freihandelszone und AfCFTA; Präferenzen über das SADC-EU-WPA und das SACUM-UK-Abkommen. Ursprungsnachweis je nach Abkommen (EUR.1 oder Ursprungserklärung).
Genehmigungs- oder zertifikatspflichtig sind u.a. Rohdiamanten (Kimberley-Prozess), Uran und kritische Mineralien, Waffen sowie bestimmte Agrar- und Lebensmittelprodukte. Seit Juni 2023 Ausfuhrverbot für unverarbeitete kritische Mineralien.
Namibia unterliegt keinen umfassenden internationalen Sanktionen. Exportkontrolle vor allem über den Diamond Act und das Embargo auf unverarbeitete kritische Mineralien (Juni 2023).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Walvis Bay gilt als effizienter, wenig überlasteter Hafen. Hauptrisiken: lange Landtransitwege ins Binnenland, begrenzte Schienenkapazität und Abhängigkeit von Importen über Südafrika.
Trockenes Wüstenklima; sporadische Starkregen in der Regenzeit (November bis April) können Strassen im Binnenland und im Norden zeitweise unterbrechen.
Der Ausbau des Hafens Walvis Bay (neues Containerterminal seit 2019) und der Korridore stärkt die Rolle als SADC-Gateway. Der Hafen erreichte 2024/25 einen Rekord von rund 254000 TEU.
Stand: 2026-06-26
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der Standardsatz der Einfuhr-VAT beträgt 15 Prozent. Bemessungsgrundlage ist der höhere Wert aus FOB plus 10 Prozent oder dem Marktwert. Grundnahrungsmittel und bestimmte Waren sind mit 0 Prozent begünstigt.
Zuständig ist die Namibia Revenue Agency (NamRA) mit ihrer Abteilung Customs and Excise. Zollanmeldungen laufen elektronisch über das System ASYCUDA World.
Ja. Namibia ist Mitglied der Südafrikanischen Zollunion (SACU) mit Südafrika, Botswana, Eswatini und Lesotho sowie der SADC. In Walvis Bay verzollte Waren zirkulieren frei innerhalb der SACU.
Der Tiefseehafen Walvis Bay ist der wichtigste Seehafen und dient als Atlantik-Gateway für das südliche Afrika. Ein zweiter, kleinerer Hafen ist Lüderitz. Beide werden von Namport betrieben.
Der Namibia-Dollar (NAD) ist im Verhältnis 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt. Der Rand ist im Rahmen der Common Monetary Area in Namibia ebenfalls gesetzliches Zahlungsmittel.
Für die Ausfuhr von Rohdiamanten ist ein Kimberley-Prozess-Zertifikat nach dem Diamond Act 13/1999 erforderlich. Seit Juni 2023 gilt zudem ein Ausfuhrverbot für unverarbeitete kritische Mineralien.
Über mehrere Korridore: den Trans-Kalahari-Korridor nach Botswana und Südafrika, den Trans-Cunene-Korridor nach Angola und den Walvis-Bay-Ndola-Lubumbashi-Korridor nach Sambia und in die DR Kongo. Ergänzend besteht das TransNamib-Schienennetz.
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