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Hauptstadt: Road Town
Die Britischen Jungferninseln (ISO-Code VG) sind ein britisches Überseegebiet in der Karibik, östlich von Puerto Rico, und umfassen ein Archipel von über 50 Inseln; bewohnt sind vor allem Tortola, Virgin Gorda, Anegada und Jost Van Dyke. Hauptstadt ist Road Town auf Tortola. Die Wirtschaft stützt sich auf Offshore-Finanzdienstleistungen und Tourismus, während die industrielle Produktion gering ist. Der Inselmarkt ist stark importabhängig: Nahrungsmittel, Konsumgüter, Baumaterialien und Erdölprodukte werden überwiegend per Seefracht eingeführt, vielfach im Umschlag über Puerto Rico und San Juan. Zentrale Logistikknoten sind der Frachthafen Port Purcell in Road Town und der Terrance B. Lettsome International Airport auf Beef Island. Die Landeswährung ist der US-Dollar. Eine Mehrwertsteuer wird nicht erhoben; der Staat finanziert sich unter anderem über Einfuhrzölle von rund 5 bis 20 Prozent auf den CIF-Wert sowie über Gebühren des Firmenregisters. Logistisch prägend ist die atlantische Hurrikansaison von Juni bis November, die zu Hafensperrungen und Lieferverzögerungen führen kann.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Zollbehörde
His Majesty's Customs (Virgin Islands)Import-System
Einfuhr nach Customs Management and Duties Act 2010. Ad-valorem-Zoll meist 5 bis 20 Prozent auf CIF-Wert. Zuständig His Majesty's Customs in Road Town.
Export-System
Ausfuhr über His Majesty's Customs mit Ausfuhranmeldung. Geringes Exportvolumen, vorwiegend Dienstleistungen und Re-Exporte.
Einfuhrsteuer / MwSt
Als britisches Überseegebiet kein eigenes Freihandelsnetz; bei Bedarf Ursprungszeugnisse der Handelskammer. Keine EU-Zollunion.
Beschränkt bzw. verboten: Waffen und Munition, Betäubungsmittel, bestimmte Lebens- und Pflanzenprodukte sowie gefährdete Arten (CITES). Genehmigungspflichten beachten.
UK-Sanktionen gelten via Orders in Council. Die BVI FSC veröffentlicht die OFSI-Sanktionsliste für Finanzdienstleister.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Hauptrisiko ist die atlantische Hurrikansaison mit möglichen Hafen- und Flughafensperrungen. Hohe Importabhängigkeit; Engpässe bei Nachschub möglich.
Hurrikansaison Juni bis November, Hauptrisiko August bis Oktober. Sturmschäden und Lieferverzögerungen von zwei bis vier Wochen möglich.
Versorgung weitgehend über Tortola (Port Purcell). Viele Güter laufen über Umschlag in Puerto Rico und den US-Hafen San Juan in die BVI.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein. Die BVI erheben keine Mehrwertsteuer. Stattdessen fallen beim Import Zölle von rund 5 bis 20 Prozent auf den CIF-Wert an. Hinzu kommen je nach Ware Gebühren und teils eine Service Charge im Dienstleistungsbereich.
His Majesty's Customs (Virgin Islands) mit Sitz in Road Town auf Tortola. Rechtsgrundlage ist der Customs Management and Duties Act 2010.
Die Sätze sind ad valorem und liegen meist zwischen 5 und 20 Prozent, berechnet auf den CIF-Wert (Warenwert plus Fracht und Versicherung). Der genaue Satz hängt von der Warenart laut Zolltarif ab.
Hauptknoten ist der Frachthafen Port Purcell in Road Town (Tortola). Luftfracht läuft über den Terrance B. Lettsome International Airport (EIS/TUPJ) auf Beef Island. Viele Sendungen werden über Puerto Rico und San Juan umgeschlagen.
Üblich sind Handelsrechnung, Bill of Lading oder Luftfrachtbrief, Packliste und die Einfuhrzollanmeldung. Bei bestimmten Waren können Ursprungszeugnis oder Einfuhrgenehmigungen nötig sein.
Ja. Als britisches Überseegebiet gelten die UK-Sanktionen über Orders in Council. Die BVI Financial Services Commission veröffentlicht die OFSI-Sanktionsliste für Finanzdienstleister.
Die atlantische Hurrikansaison von Juni bis November, mit höchstem Risiko von August bis Oktober. Stürme können Häfen und Flughafen sperren und Lieferungen um zwei bis vier Wochen verzögern.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der US-Dollar (USD), was den Handel mit den USA und Puerto Rico vereinfacht.
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