VI · VIR
Karibik-Insel-Territorium / Tourismus- und Transitstandort
Hauptstadt: Charlotte Amalie
Kurzprofil
Die Amerikanischen Jungferninseln (ISO-Code: VI) liegen in der Karibik östlich von Puerto Rico und bestehen aus den Hauptinseln St. Thomas, St. Croix und St. John. Politisch sind sie ein nicht inkorporiertes Aussengebiet der Vereinigten Staaten mit lokaler Selbstverwaltung, unterstehen jedoch der US-Oberhoheit. Hauptstadt ist Charlotte Amalie auf St. Thomas. Das Klima ist tropisch-maritim mit Hurrikanrisiko etwa von Juni bis November. Wirtschaftlich dominiert der Tourismus, ergĂ€nzt durch Dienstleistungen, Handel und die Rumproduktion (u.a. auf St. Croix). Die frĂŒher bedeutende Erdölraffinerie auf St. Croix ist seit 2021 stillgelegt. Zollrechtlich liegen die Inseln ausserhalb des US-Zollgebiets: Die Einfuhr wickeln U.S. Customs and Border Protection und das V.I. Bureau of Internal Revenue ab, wobei statt einer Mehrwertsteuer eine Einfuhr-Excise-Tax erhoben wird. Der Warenverkehr lĂ€uft vor allem ĂŒber den Seeweg (Crown Bay auf St. Thomas, Containerport auf St. Croix) und ĂŒber die FlughĂ€fen Cyril E. King und Henry E. Rohlsen. Die Inseln sind stark importabhĂ€ngig und ein logistischer Knotenpunkt im nördlichen Karibikraum. Die LandeswĂ€hrung ist der US-Dollar (USD).
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Import-System
Einfuhrabfertigung durch U.S. Customs and Border Protection zusammen mit dem V.I. Bureau of Internal Revenue. USVI liegt ausserhalb des US-Zollgebiets; Auslandswaren unterliegen einem Einfuhrzoll von rund 6 Prozent des Werts.
Export-System
Ausfuhrabfertigung ĂŒber CBP und BIR. Waren US-Ursprungs sind beim Versand in die US-Hauptzone zollfrei, jedoch der Excise-Tax unterworfen. US-Exportmeldung (EEI/AES) je nach Fall.
Einfuhrsteuer / MwSt
Kein eigenes Freihandelsabkommen. Als US-Territorium gelten US-Ursprungsregeln; lokale Wertschöpfung kann zollfreien Zugang zur US-Hauptzone ermöglichen.
Einfuhrkontrollen u.a. fĂŒr Waffen, Munition, BetĂ€ubungsmittel sowie Agrar- und Biosecurity-GĂŒter. ErgĂ€nzend gelten die US-Verbote und -BeschrĂ€nkungen.
Als US-Territorium gelten die US-Exportkontrollen (BIS/EAR) und die OFAC-Sanktionsprogramme vollumfÀnglich.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusĂ€tzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Insellage mit AbhĂ€ngigkeit von wenigen Liniendiensten und Umschlag ĂŒber Puerto Rico und das US-Festland. Hohe ImportabhĂ€ngigkeit bei Konsum- und GrundgĂŒtern.
Tropisch-maritim; Hurrikansaison etwa Juni bis November mit Risiko von Sturm-, Wind- und Hochwasserstörungen fĂŒr See- und Luftverkehr.
Die St.-Croix-Raffinerie (frĂŒher Limetree Bay/HOVENSA, heute Port Hamilton) ist seit 2021 stillgelegt; WiederanlaufbemĂŒhungen laufen 2025/2026, ein Neustart ist aber noch nicht genehmigt. Stand: Juni 2026.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Nein. Die USVI sind ein US-Aussengebiet, liegen aber ausserhalb des US-Zollgebiets. Auslandswaren unterliegen bei der Einfuhr grundsÀtzlich einem Einfuhrzoll von rund 6 Prozent des Werts; Waren US-Ursprungs sind beim Versand aus der US-Hauptzone zollfrei, aber excise-tax-pflichtig.
Nein, eine allgemeine VAT oder Verkaufssteuer gibt es nicht. Stattdessen erhebt das V.I. Bureau of Internal Revenue eine Einfuhr-Excise-Tax, meist rund 4 Prozent auf den Warenwert. Erhöhte SĂ€tze gelten u.a. fĂŒr Tabak, Alkohol und bestimmte GĂŒter.
Die Einfuhr wird von U.S. Customs and Border Protection in Zusammenarbeit mit dem V.I. Bureau of Internal Revenue (BIR) abgewickelt. CBP kontrolliert die Wareneinfuhr, das BIR erhebt die Excise-Tax und lokale Abgaben.
Wichtigste FrachthĂ€fen sind der Crown Bay Cargo Port auf St. Thomas und der Containerport (Wilfred Allick Port) auf St. Croix. Luftfracht lĂ€uft ĂŒber die FlughĂ€fen Cyril E. King (STT) auf St. Thomas und Henry E. Rohlsen (STX) auf St. Croix. Betreiber ist die Virgin Islands Port Authority.
Ăblich sind Handelsrechnung, Packliste, das Transportdokument (Bill of Lading oder Air Waybill) und eine Einfuhrdeklaration bei CBP/BIR. Je nach Ware können zusĂ€tzliche Genehmigungen oder QuarantĂ€neauflagen erforderlich sein.
Importiert werden vor allem Lebensmittel, Treibstoff und Erdölprodukte, KonsumgĂŒter, Fahrzeuge und Baumaterialien. Wichtige Exporte sind historisch Rum und Erdölprodukte; die St.-Croix-Raffinerie ist jedoch seit 2021 stillgelegt.
Die Insellage bedingt AbhĂ€ngigkeit von wenigen Liniendiensten und hĂ€ufigen Umschlag ĂŒber Puerto Rico oder das US-Festland. Zudem besteht in der Hurrikansaison (etwa Juni bis November) ein Risiko von Sturm- und Hochwasserstörungen fĂŒr See- und Luftverkehr.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: