A.P. Moller Capital steigt beim Hafen- und Terminalbetreiber Euroports ein. Der Investor hat eine Vereinbarung getroffen, die Mehrheit am Unternehmen zu übernehmen. Die belgischen Anteilseigner SFPIM und PMV sollen nach dem Abschluss beteiligt bleiben.
Euroports betreibt mehr als 50 See- und Binnenhafenterminals in zehn europäischen Ländern und China. Jährlich werden nach Unternehmensangaben über 70 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Dazu zählen Massengut, Forstprodukte, Metalle, Agrarwaren und Projektladung. Rund 3'000 Mitarbeitende sind im Netzwerk beschäftigt.
Für Kunden ist wichtig: Der Kauf ist vereinbart, aber noch nicht abgeschlossen. Bis zum sogenannten Closing müssen die üblichen Bedingungen und mögliche Freigaben erfüllt werden. Kurzfristig sind deshalb keine automatischen Änderungen an bestehenden Umschlagsverträgen oder Terminalabläufen zu erwarten.
Mittelfristig kann der neue Mehrheitseigentümer Geld für Anlagen, Lagerflächen, Bahnanschlüsse und Automatisierung bereitstellen. A.P. Moller Capital investiert langfristig in Infrastruktur. Konkrete Ausbauprojekte oder Preisänderungen wurden mit der Meldung jedoch nicht bekanntgegeben.
Die zu Euroports gehörende Logistiksparte Manuport Logistics soll weitergeführt werden. Für Spediteure bleibt entscheidend, ob sich Ansprechpartner, Tarife oder Kapazitäten an den einzelnen Standorten ändern.