Der deutsche Tankrabatt läuft am 30. Juni 2026 aus. Zwei Monate lang wurde die Steuer auf Benzin und Diesel gesenkt, um Autofahrer und Unternehmen bei den hohen Kraftstoffpreisen zu entlasten.
Die Entlastung betrug an der Tankstelle rund 16,7 Cent pro Liter. Laut Monopolkommission kamen davon im Durchschnitt aber nur etwa 15 bis 16 Cent bei den Kunden an.
Das klingt nach einer kleinen Differenz. Über alle verkauften Liter gerechnet geht es aber um viel Geld. Von den insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro, die der Tankrabatt den Staat kostete, kamen nach Schätzung der Kommission 100 bis 200 Millionen Euro nicht bei den Verbrauchern an.
Besonders beim Diesel wurde der Rabatt teilweise weniger stark weitergegeben als bei Benzin. Auch regional gab es Unterschiede. Im Norden und Westen Deutschlands kam mehr von der Entlastung an als im Süden.
Die Monopolkommission vermutet die Ursache nicht unbedingt bei der einzelnen Tankstelle. Sie sieht vielmehr mögliche Wettbewerbsprobleme bei Raffinerien und im Kraftstoffgrosshandel. Der Branchenverband der Mineralölwirtschaft widerspricht und erklärt, die Steuersenkung sei vollständig weitergegeben worden.
Für Transportunternehmen war der Rabatt trotzdem spürbar. Ein Lkw mit 1’000 Litern Monatsverbrauch sparte theoretisch rund 167 Euro. Bei grossen Flotten kamen schnell mehrere Tausend Euro zusammen.
Ab dem 1. Juli fällt diese Entlastung weg. Falls sich die übrigen Marktpreise nicht verändern, könnte Diesel entsprechend wieder teurer werden. Wie stark der Preis tatsächlich steigt, hängt aber auch vom Rohölpreis, Wechselkurs und Wettbewerb an den Tankstellen ab.
