FedEx führt ab dem 3. August 2026 einen neuen Bearbeitungszuschlag für eingehende Sendungen in die Europäische Union ein. Betroffen sind grundsätzlich Sendungen, die aus einem Nicht-EU-Land in eines der 27 EU-Mitgliedsländer befördert werden.
Damit sind auch Exporte aus der Schweiz direkt betroffen. Wer mit FedEx beispielsweise von Basel, Zürich oder Genf nach Deutschland, Frankreich, Italien oder in ein anderes EU-Land versendet, muss mit dem zusätzlichen Zuschlag rechnen.
Auf der Schweizer FedEx-Tarifseite wird die Gebühr mit CHF 2.25 pro Sendung angegeben. Für Sendungen mit FedEx International Connect Plus, kurz FICP, beträgt sie CHF 0.90 pro Sendung. Auf der deutschen Tarifseite nennt FedEx EUR 2.40 beziehungsweise EUR 0.90.
FedEx nennt die Gebühr «Bearbeitungszuschlag für eingehende Sendungen». Die bisherige US Inbound Processing Fee wird gleichzeitig umbenannt und auf EU-Importsendungen ausgeweitet. Sendungen von einem EU-Mitgliedstaat in einen anderen EU-Mitgliedstaat sind ausdrücklich nicht betroffen.
Wichtig für die Kalkulation: Der Zuschlag ist keine Zollabgabe und keine Einfuhrsteuer. Er wird von FedEx für den mit der Einfuhrabwicklung verbundenen Aufwand erhoben. Zoll, Einfuhr-MwSt, eine mögliche Aufwendungspauschale für vorfinanzierte Abgaben und weitere Zollabfertigungsgebühren können zusätzlich anfallen.
Bei einzelnen Expresssendungen bleibt der Betrag überschaubar. Bei regelmässigen Paketmengen, Ersatzteilsendungen oder E-Commerce-Verkehren summiert sich die Gebühr jedoch schnell. Verlader und Spediteure sollten deshalb ihre Tarife und Kundenofferten rechtzeitig anpassen.
