Italiens Luftverkehr muss sich am Mittwoch, 30. September, auf einen vierstündigen Streik einstellen. Die Gewerkschaft Uiltrasporti hat ENAV-Personal landesweit von 13.00 bis 17.00 Uhr zum Ausstand aufgerufen. ENAV ist der italienische Flugsicherungsdienst.
Zusätzlich sind lokale Aktionen an den Flughäfen Mailand-Linate, Neapel, Bologna und Bari angekündigt. Flughäfen warnen vor Verspätungen und Flugausfällen. Gesetzlich vorgeschriebene Mindestleistungen und bestimmte geschützte Flüge sollen stattfinden.
Für Luftfracht kann ein kurzer Streik eine lange Wirkung haben. Flugzeuge, Crews und Slots geraten aus der Reihenfolge. Reine Frachter, Expressverbindungen und Belly Cargo können betroffen sein, auch wenn der einzelne Flug ausserhalb des Streikfensters geplant ist.
ENAC, die italienische Zivilluftfahrtbehörde, veröffentlicht eine Liste garantierter Flüge. Das bedeutet aber nicht, dass jede gebuchte Frachtsendung automatisch mitgenommen wird. Flugstatus und Frachtstatus müssen getrennt geprüft werden.
Auch Überflüge durch den italienischen Luftraum können je nach Verkehrssteuerung betroffen sein. Airlines können Abflugzeiten verschieben, Umläufe tauschen oder Sendungen auf spätere Flüge umbuchen. Besonders bei Belly Cargo besteht das Risiko, dass Passagiere und Gepäck Vorrang erhalten. Der Streik kann noch kurzfristig geändert oder abgesagt werden, deshalb bleibt die offizielle ENAV-Meldung massgebend.