Die grossen Golf-Airlines kommen im Luftfrachtgeschäft wieder auf Touren.
Qatar Airways transportierte im Mai laut Marktdaten rund 28 Prozent mehr Fracht. Bei Emirates lag das Plus bei 17 Prozent, bei Etihad bei 6 Prozent.
Das zeigt: Die Kapazitäten über Doha, Dubai und Abu Dhabi kommen langsam zurück. Qatar Airways hat nach eigenen Angaben bereits rund 85 Prozent ihres früheren Streckennetzes wiederhergestellt.
Für Verlader bedeutet mehr Kapazität normalerweise tiefere Preise. Genau das passiert im Moment aber noch nicht.
WorldACD meldete zuletzt einen weltweiten Durchschnittspreis von 3,23 USD pro Kilogramm. Das sind rund 34 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Der Markt bleibt also teuer. Zwar fliegen wieder mehr Maschinen, aber auf vielen Relationen ist der Platz weiterhin knapp. Besonders aus Asien, Indien und Südostasien berichten Spediteure noch immer von langen Vorlaufzeiten und begrenzter Verfügbarkeit.
Dazu kommt: Tiefere Öl- und Kerosinpreise schlagen nicht sofort auf die Luftfrachtraten durch. Airlines und Spediteure warten zuerst ab, ob sich die Lage wirklich stabilisiert.
