Hohe Dieselpreise bringen wieder Bewegung in den Güterverkehr. Wenn der Lkw teurer wird, schauen Verlader schneller auf Alternativen. Eine davon ist Intermodal, also die Kombination aus Bahn und Strasse.
Supply Chain Dive berichtet, dass steigende Dieselpreise und ein engerer Lkw Markt den intermodalen Verkehr in Nordamerika wieder interessanter machen. Auch C.H. Robinson schreibt, dass Intermodal auf mehr Relationen preislich attraktiver wird, weil Truckload Kosten steigen und Dieselpreise volatil bleiben.
Ganz neu ist das nicht. Intermodal war schon immer spannend, wenn grosse Mengen über längere Strecken bewegt werden müssen. Neu ist aber der Druck. Energiepreise, geopolitische Risiken, strengere Regulierung und Fahrermangel machen reine Lkw Lösungen teurer und anfälliger.
Für Europa gilt das ähnlich. Auch hier suchen Verlader nach stabileren und planbareren Transportketten. Die Bahn kann helfen, vor allem bei langen Strecken, Containerverkehren, Gefahrgut, schweren Gütern und regelmässigen Mengen.
Für die Schweiz ist das Thema besonders interessant. Mit der NEAT, dem Gotthard Basistunnel und einer starken Bahninfrastruktur hat die Schweiz eigentlich gute Voraussetzungen für kombinierten Verkehr. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Bahnlogistik funktioniert nur, wenn Terminals, Fahrpläne, Anschlüsse und Vorlauf per Lkw sauber zusammenspielen.
Der Trend heisst also nicht: Alles geht plötzlich auf die Schiene. Aber wenn Diesel teuer bleibt und Lkw Kapazitäten knapp werden, gewinnt Intermodal als Ausweichkanal an Gewicht.
