Die Strasse von Hormus bleibt ein grosser Unsicherheitsfaktor für die Schifffahrt. Iran hat neue Regeln für Schiffspassagen eingeführt und verlangt laut Medienberichten zusätzliche Angaben zu Schiff, Ladung, Route, Versicherung und Eigentümer.
Berichte sprechen zudem von möglichen Gebühren bis zu 2 Millionen USD pro Transit. Teilweise sollen auch Zahlungen in Yuan, Bitcoin oder USDT möglich sein. Für Reedereien ist das heikel: Wer nicht zahlt, kommt unter Umständen nicht durch. Wer zahlt, riskiert aber Probleme mit Sanktionen.
Viele Reedereien und Tankerbetreiber haben Fahrten durch die Region deshalb reduziert, verschoben oder gestoppt. Betroffen sind nicht nur Öl und LNG, sondern auch Container, Ersatzteile, Chemikalien und Projektladung.
Die Lage bleibt angespannt. Vor der Eskalation wurden täglich rund 125 bis 140 Schiffspassagen gezählt. Aktuell läuft nur ein Teil des normalen Verkehrs.
Für Spediteure und Verlader heisst das: Sendungen über die Golfregion müssen genau geprüft werden. Wichtig sind Reederei, Route, Zuschläge, Versicherung, Sanktionen und mögliche Alternativen.
