Eine IT-Störung hat am Samstag, 15. August, die Abfertigung bei Lufthansa Cargo in Frankfurt und München durcheinandergebracht. Das Handling-System war nach Angaben der Airline während rund sechs Stunden beeinträchtigt. Die Annahme neuer Fracht musste an beiden Standorten zeitweise eingeschränkt werden.
Für Spediteure kam das zur Unzeit. Wer Ware kurzfristig anliefern, einen Anschlussflug erreichen oder zeitkritische Sendungen abfertigen musste, brauchte teilweise einen Plan B. Laut The Loadstar suchten einzelne Spediteure nach Alternativen. Noch am Samstagnachmittag wurden Kunden darauf hingewiesen, dass eine Lösung mehrere Stunden dauern könne.
Lufthansa Cargo erklärte am 18. August, dass vereinzelt weiterhin Verzögerungen und notwendige Umbuchungen auftreten könnten. Wie viele Sendungen tatsächlich betroffen waren, ist nicht bekannt. Viele Transporte seien nicht gestrichen, sondern verschoben worden.
Besonders heikel ist so eine Störung in Frankfurt. Der Flughafen ist gemessen an der Luftfracht Europas grösster Cargo-Airport. Wenn dort einige Stunden lang weniger Ware angenommen und abgefertigt werden kann, verschieben sich schnell Lkw-Anlieferungen, Fluganschlüsse und Folgeabfertigungen.
Der Vorfall zeigt damit ziemlich deutlich: Ohne funktionierende IT läuft heute auch im Luftfrachtlager nicht mehr viel.
