Die grossen Containerreedereien spüren den schwächeren Markt deutlich. Sinkende Frachtraten, höhere Kosten und Störungen im Nahen Osten drücken auf die Ergebnisse.
Hapag-Lloyd schrieb im ersten Quartal 2026 einen Konzernverlust von rund 219 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte die Reederei noch rund 446 Millionen Euro Gewinn erzielt. Die durchschnittliche Frachtrate sank um 9,5 Prozent auf 1’330 USD pro TEU.
Auch bei Maersk lief das eigentliche Seefrachtgeschäft nicht rund. Der Bereich Ocean schrieb einen operativen Verlust von 192 Millionen USD. Die gesamte Maersk-Gruppe blieb dank Logistik und Terminals aber knapp profitabel. Unter dem Strich standen noch 100 Millionen USD Gewinn.
CMA CGM kam besser durch das Quartal. Der französische Konzern erzielte einen Nettogewinn von 250 Millionen USD. Das war zwar deutlich weniger als die 1,12 Milliarden USD im Vorjahr, aber immerhin blieb die Gruppe klar in den schwarzen Zahlen.
Der Vergleich zeigt: Mit klassischer Containerschifffahrt allein wird es wieder schwieriger, Geld zu verdienen. Logistik, Terminals und andere Geschäftsfelder werden für die grossen Reedereien immer wichtiger.
