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Hauptstadt: The Valley
Anguilla (ISO-Code: AI) ist ein britisches Ueberseegebiet in der oestlichen Karibik, unmittelbar noerdlich von Sint Maarten und Saint-Martin. Das Gebiet verfuegt ueber eine innere Selbstverwaltung unter einem von Grossbritannien ernannten Gouverneur; Aussen- und Verteidigungspolitik liegen beim Vereinigten Koenigreich. Das Klima ist tropisch-maritim mit einer atlantischen Hurrikan-Saison von Juni bis November. Wirtschaftlich praegen Tourismus, Finanz- und Offshore-Dienstleistungen sowie Fischerei das Land. Der Aussenhandel ist stark importlastig: eingefuehrt werden vor allem Lebensmittel, Kraftstoffe, Baumaterialien, Fahrzeuge und Konsumgueter, waehrend die Ausfuhren (Fisch und Hummer, einzelne Wiederausfuhren) gering sind. Anguilla ist assoziiertes Mitglied der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) und der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS). Die Zollabwicklung erfolgt elektronisch ueber ASYCUDA World auf Basis des CARICOM-Aussenzolltarifs; Rechtsgrundlage ist der Customs Act (C169). Seit dem 1. Juli 2022 erhebt die Regierung eine Goods and Services Tax (GST) von 13 Prozent, die auch auf Einfuhren anfaellt. Es gibt kein Schienennetz; der Verkehr laeuft ueber Strasse, den Flughafen Clayton J. Lloyd International (AXA) sowie die Haefen Road Bay (Sandy Ground, Fracht) und Blowing Point (Faehre nach Sint Maarten und Saint-Martin). Groessere internationale Fracht wird ueber Sint Maarten umgeschlagen. Waehrung ist der an den US-Dollar gebundene Ostkaribische Dollar (XCD).
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Zollbehörde
Anguilla Customs Department (HM Customs)Import-System
Elektronische Zollabwicklung über ASYCUDA World. Rechtsgrundlage ist der Customs Act (C169). Anguilla ist assoziiertes CARICOM-Mitglied; die Tarifierung erfolgt auf Basis des CARICOM-Aussenzolltarifs (HS-2017-Tarif).
Export-System
Aus- und Wiederausfuhr ebenfalls über ASYCUDA World; geringe Exportmengen. Umschlag und Weitertransport laufen üblicherweise über Sint Maarten.
Einfuhrsteuer / MwSt
CARICOM-Ursprungszeugnis für den Präferenzhandel innerhalb der Gemeinschaft (Anguilla als assoziiertes Mitglied). Als britisches Überseegebiet unterhält Anguilla kein eigenes Netz von Freihandelsabkommen.
Waffen und Munition, Betäubungsmittel, geschützte Arten (CITES) sowie bestimmte Lebensmittel- und Agrarimporte. Detailprüfung über das Anguilla Customs Department.
Britisches Überseegebiet: UK-Sanktionsregime werden per Order in Council (Sanctions and Anti-Money Laundering Act 2018) auf Anguilla ausgedehnt; UN-Sanktionen gelten. Eine eigenständige nationale Exportkontrolle besteht nicht.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kleiner, stark importabhängiger Inselmarkt. Hauptrisiken sind die Abhängigkeit vom Umschlag über Sint Maarten und die atlantische Hurrikan-Saison (Juni bis November); 2017 verursachte Hurrikan Irma schwere Schäden an Infrastruktur und Häfen.
Atlantische Hurrikan-Saison von Juni bis November mit Risiko von Unterbrechungen im Hafen- und Flugbetrieb; ganzjährig tropisch-maritimes Klima.
Keine landesweite Störung verifiziert (Stand 2026-06-22). Internationale Luft- und Seefracht läuft überwiegend über Sint Maarten (SXM). Hinweis: Steuerreform zum 1. August 2025 - GST am Hafen durch 9 Prozent Import Goods Tax ersetzt.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Anguilla ist ein britisches Überseegebiet mit innerer Selbstverwaltung unter einem von Grossbritannien ernannten Gouverneur. Es ist nicht Teil der Europäischen Union; Aussen- und Verteidigungspolitik liegen beim Vereinigten Königreich.
Seit dem 1. August 2025 erhebt Anguilla auf Einfuhren eine Import Goods Tax von 9 Prozent, die die frühere Goods and Services Tax (GST) am Hafen ersetzt; auf Dienstleistungen gilt eine General Services Tax von 13 Prozent. Hinzu kommen Einfuhrzölle auf Basis des CARICOM-Aussenzolltarifs.
Die Zollabwicklung erfolgt elektronisch über ASYCUDA World. Rechtsgrundlage ist der Customs Act (C169); die Tarifierung richtet sich nach dem CARICOM-Aussenzolltarif (HS-2017-Tarif).
Ja. Der Flughafen ist das Clayton J. Lloyd International Airport (AXA). Wichtigster Frachthafen ist Road Bay in Sandy Ground; Blowing Point dient als Fährterminal nach Sint Maarten und Saint-Martin. Grössere internationale Fracht wird über Sint Maarten (SXM) umgeschlagen.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der Ostkaribische Dollar (XCD), der von der Ostkaribischen Zentralbank ausgegeben und fest an den US-Dollar gebunden ist.
Anguilla ist assoziiertes Mitglied der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) und der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS).
Üblich sind Handelsrechnung, Packliste, die elektronische ASYCUDA-Einfuhrdeklaration (SAD) und ein Transportdokument (B/L oder AWB). Bei CARICOM-Präferenz kommt ein Ursprungsnachweis hinzu, für bestimmte Waren ausserdem Einfuhrlizenzen.
Als britisches Überseegebiet wird Anguilla per Order in Council in die UK-Sanktionsregime (Sanctions and Anti-Money Laundering Act 2018) einbezogen; UN-Sanktionen gelten ebenfalls. Eine eigenständige nationale Exportkontrolle besteht nicht.
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