SB · SLB
Insel- und Importmarkt im SĂŒdwestpazifik
Hauptstadt: Honiara
Kurzprofil
Die Salomonen (ISO-Code: SB) sind ein Inselstaat im sĂŒdwestlichen Pazifik östlich von Papua-Neuguinea und nordöstlich von Australien. Politisch handelt es sich um eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth mit dem britischen Monarchen als Staatsoberhaupt. Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen, hoher Niederschlagsmenge und einer ausgeprĂ€gten Zyklonsaison. Die Wirtschaft ist stark primĂ€rsektororientiert und basiert vor allem auf Forstwirtschaft, Fischerei und Landwirtschaft. Aufgrund der Insellage und der grossen Distanzen innerhalb des Archipels kommt der maritimen Logistik eine zentrale Bedeutung zu. Im Aussenhandel dominieren Exporte von Holz, Fisch und Agrarprodukten, wĂ€hrend Maschinen, Treibstoffe, Lebensmittel und IndustriegĂŒter importiert werden. Die ImportabhĂ€ngigkeit ist hoch, da industrielle ProduktionskapazitĂ€ten nur begrenzt vorhanden sind. Eine internationale Transitfunktion besteht kaum, jedoch erfĂŒllen einzelne HĂ€fen eine regionale Versorgungs- und Umschlagrolle im Pazifikraum. Die LandeswĂ€hrung ist der Salomonen-Dollar (SBD).
ErwÀhnte LÀnder
Import-System
ASYCUDA (seit 2015) auf Basis Customs and Excise Act Cap 121 (2003) und Customs Valuation Act 2009. Einfuhrzölle von 5, 10, 15 und 20 Prozent auf den CIF-Wert.
Export-System
Ausfuhrdeklaration ĂŒber ASYCUDA bei der Customs and Excise Division. Auf Rundholz und Fisch werden Exportabgaben erhoben; Forst- und Fischereiexporte sind lizenzpflichtig.
Einfuhrsteuer / MwSt
PrĂ€ferenznachweise nach PACER Plus, dem MSG-Handelsabkommen und PICTA gemĂ€ss den jeweiligen Ursprungsregeln; Ursprungszeugnisse ĂŒber die zustĂ€ndigen Stellen.
Verbote und BeschrĂ€nkungen fĂŒr Waffen, Munition, Drogen und gefĂ€hrdete Arten; strenge Biosecurity-QuarantĂ€ne fĂŒr Pflanzen, Tiere und Lebensmittel; Holzexporte sind reguliert.
Kein eigenstÀndiges Sanktionsregime; UN-Sicherheitsrats-Sanktionen werden umgesetzt. Die Salomonen stehen nicht unter OFAC- oder EU-Sanktionen.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen. Je nach Zielland (Ozeanien, Nahost oder andere Regionen) können AblĂ€ufe, Vorabmeldungen und Dokumente abweichen.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Hohe ImportabhÀngigkeit, grosse Distanzen im Archipel, begrenzte Hafen- und Strasseninfrastruktur sowie tropische Zyklone erhöhen die Transit- und Versorgungsrisiken.
Zyklon- und Regenzeit von November bis April mit hohen NiederschlĂ€gen sowie Ăberschwemmungs- und Sturmrisiko; dadurch mögliche Verzögerungen im See- und Luftverkehr.
Hafen Honiara seit August 2024 mit neuem Terminalsystem OCTOPI und seit Februar 2024 mit der neuen Wate-Jetty; der Honiara International Airport wurde 2018 bis 2023 (JICA) ausgebaut.
Stand: 2026-06-28
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne GewĂ€hr. FĂŒr rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Es gelten Einfuhrzölle von 5, 10, 15 oder 20 Prozent auf den CIF-Wert sowie eine Goods Tax von 15 Prozent.
Derzeit nein; erhoben wird die Goods Tax von 15 Prozent. Ein VAT-Gesetz 2025 (15 Prozent) ist im Gesetzgebungsprozess und soll die Goods Tax ersetzen.
Die Customs and Excise Division (SICED) setzt seit 2015 das System ASYCUDA fĂŒr Manifeste und Zollanmeldungen ein.
Hauptknoten ist Honiara (Point Cruz), ergÀnzt durch Noro im Westen; beide werden von der Solomon Islands Ports Authority (SIPA) betrieben.
Ăber den Honiara International Airport (HIR/AGGH); die FrachtkapazitĂ€t ist begrenzt, Munda dient als Ausweichflughafen.
Handelsrechnung, Packliste, Bill of Lading oder Air Waybill, ASYCUDA-Importdeklaration sowie bei Bedarf Ursprungszeugnis und QuarantÀne- oder Einfuhrlizenzen.
Die Zyklon- und Regenzeit von November bis April kann den See- und Luftverkehr verzögern.
Ja, ĂŒber PACER Plus, das MSG-Handelsabkommen und PICTA mit den jeweiligen Ursprungsregeln.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: