Mexikanische Transportunternehmen haben am 26. Oktober eine unbefristete Protestaktion begonnen. Sie verlangen unter anderem mehr Sicherheit gegen Überfälle und Erpressung auf den Strassen. Fachmedien nennen auch wichtige Logistikstandorte im Grenzgebiet zu den USA als mögliche Schwerpunkte.
Nach einem Bericht von La Jornada wurden die Aktionen am 27. Oktober fortgesetzt. Genannt werden unter anderem Nuevo Laredo und Reynosa. Der Umfang ist örtlich unterschiedlich. Eine unbefristete Aktion bedeutet nicht, dass jede Strasse durchgehend gesperrt ist. Auch eine allgemeine Schliessung der US-Grenzübergänge ist damit nicht bestätigt.
Für grenzüberschreitende Sendungen müssen zwei Dinge separat geprüft werden: Ist die Zufahrt zum Übergang befahrbar, und läuft dort die Abfertigung wie vorgesehen? Dazu braucht die Dispo Rückmeldung vom örtlichen Frachtführer und Zollpartner.
Bei zeitkritischen Lieferungen sollten Fahrer, Übergabepartner und Empfänger denselben Informationsstand haben. Puffer helfen nur, wenn auch Abholtermin und anschliessende Warenannahme angepasst werden können. Eine Umleitung zu einem anderen Übergang sollte erst nach bestätigter Eignung und Abfertigungsmöglichkeit erfolgen. Zusätzliche Kilometer, Fahrerzeiten und Termine können den vermeintlichen Vorteil sonst aufbrauchen. Für feste Zusagen zählt deshalb die aktuelle Lage am konkreten Korridor.