Für US-Transporteure wird die Rechnung enger. Der landesweite Dieselpreis stieg innerhalb einer Woche um rund zehn US-Cent auf knapp 6,57 Dollar je Gallone. Gleichzeitig legten die Spotraten für Truckload-Verkehre, also komplette Lkw-Ladungen, nur um etwa zwei Cent je Meile zu.
Das Problem liegt in der Geschwindigkeit. Treibstoff muss sofort bezahlt werden. Frachtraten und Dieselzuschläge reagieren oft später. Bei einem Sattelzug mit rund sieben Meilen pro Gallone entstehen bei 6,57 Dollar bereits ungefähr 94 Cent Dieselkosten je gefahrene Meile. Leermeilen verschlechtern die Rechnung zusätzlich.
Grosse Kundenverträge enthalten häufig einen Treibstoffzuschlag. Doch auch dort hängt viel vom Referenzpreis und der zeitlichen Verzögerung ab. Im Spotmarkt wird dagegen oft ein Gesamtpreis verhandelt. Dann trägt der Frachtführer das Risiko eines plötzlichen Preissprungs eher selbst.
Für europäische Verlader mit US-Verkehren kann das zu häufigeren Nachverhandlungen und Zuschlägen führen. Besonders Kühlgut, Baustoffe, Agrarware und andere transportintensive Güter spüren den Druck.
Kleine Frachtführer trifft die Lage oft zuerst, weil sie weniger Einkaufsmacht beim Diesel haben und Preissprünge schlechter zwischenfinanzieren können.
