Die USA erhöhen den Druck auf Deutschland.
Die US-Handelsbehörde USTR hat am 18. Juni eine sogenannte Section-301-Untersuchung gestartet. Dabei geht es um die Frage, ob Deutschland innovative Arzneimittel zu stark im Preis drückt.
Die amerikanische Sicht ist klar: Deutschland bezahle für neue Medikamente zu wenig. Dadurch müssten Patienten in den USA einen zu grossen Teil der weltweiten Forschungskosten tragen.
Deutschland wollte die Ausgaben für Medikamente weiter senken. Geplant waren unter anderem zusätzliche Rabatte für patentgeschützte Arzneimittel. Genau diese Pläne stehen nun im Fokus der Untersuchung.
Für deutsche Exporteure ist das Thema wichtig, auch wenn sie nichts mit Pharma zu tun haben. Eine Section-301-Untersuchung kann am Ende zu zusätzlichen Zöllen führen. Diese müssen nicht zwingend nur Medikamente betreffen. Im schlimmsten Fall könnten auch andere Waren aus Deutschland ins Visier geraten.
Noch ist aber nichts entschieden. Bis zum 10. August können Unternehmen und Verbände Stellung nehmen. Am 22. September findet eine öffentliche Anhörung statt. Erst danach entscheidet die US-Regierung über mögliche Massnahmen.
