MN · MNG
Doppelter Binnenstaat, Bergbau-Exporteur, Transit ĂŒber China und Russland
Hauptstadt: Ulan-Bator
Kurzprofil
Die Mongolei (ISO-Code: MN) liegt in Zentralasien zwischen Russland im Norden und China im SĂŒden und ist mit rund 3,5 Millionen Einwohnern auf etwa 1,56 Millionen km2 eines der am dĂŒnnsten besiedelten LĂ€nder der Welt. Politisch ist sie eine parlamentarische Republik mit demokratischen Strukturen seit den 1990er-Jahren. Das Klima ist stark kontinental mit sehr kalten Wintern, kurzen heissen Sommern und geringen NiederschlĂ€gen. Wirtschaftlich dominiert der Bergbau (Kupfer, Kohle, Gold, Uran), ergĂ€nzt durch Viehzucht, Kaschmirproduktion und einen wachsenden Dienstleistungssektor. Als doppelter Binnenstaat hat die Mongolei keinen eigenen Seezugang; der Aussenhandel lĂ€uft fast vollstĂ€ndig im Transit ĂŒber China (vor allem den Hafen Tianjin) und ĂŒber Russland. RĂŒckgrat der Logistik ist die Transmongolische Eisenbahn mit russischer Breitspur (1520 mm) und einem Spurwechsel an der chinesischen Grenze bei Zamyn-ĂĂŒd/Erenhot, ergĂ€nzt durch das Strassennetz. Wichtige Exporte sind BergbaugĂŒter und Kaschmir, importiert werden Treibstoffe, Maschinen, Fahrzeuge und KonsumgĂŒter. Die LandeswĂ€hrung ist der Tögrög (MNT).
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Import-System
Elektronische Zollanmeldung ĂŒber das Customs Automated Information System (CAIS), E-Portal gaali.mn; in Betrieb seit 2019. Zollwertbasis ist in der Regel der CIF-Wert.
Export-System
Ausfuhranmeldung ĂŒber CAIS/gaali.mn bei der Customs General Administration; Ursprungsnachweise im Rahmen des Japan-EPA und der APTA. Ausfuhrzölle u.a. auf Kamelwolle und Holz.
Einfuhrsteuer / MwSt
PrĂ€ferenzursprung ĂŒber das Japan-Mongolei-EPA und die APTA (Ursprungszeugnis); fĂŒr EU-Exporteure relevant ist der EU-Marktzugang Mongolens als GSP-BegĂŒnstigter.
Genehmigungspflicht u.a. fĂŒr Waffen, Munition, Sprengstoff, BetĂ€ubungsmittel, radioaktive und toxische Stoffe sowie geschĂŒtzte Kultur- und NaturgĂŒter (CITES).
Mongolei setzt UN-Sanktionen um und kontrolliert strategische und Dual-Use-GĂŒter an den Grenzen (Nonproliferation, internationale Kooperation).
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Doppelter Binnenstaat: Aussenhandel fast vollstĂ€ndig vom Transit ĂŒber China (Tianjin) und Russland abhĂ€ngig. Staus und Spurwechsel am GrenzĂŒbergang Zamyn-ĂĂŒd/Erenhot verzögern den Warenfluss.
Extremes Kontinentalklima; strenge Winter (Dzud) mit Schnee und Eis behindern den Strassentransport; FrĂŒhjahrs-SandstĂŒrme. Sommer kurz und heiss.
Neuer Flughafen Chinggis Khaan (UBN) seit 2021 in Betrieb. Ausbau der Bahn (Tavan TolgoiâGashuunsuchait 2022 eröffnet) und der GrenzkapazitĂ€ten fĂŒr die Kohleausfuhr nach China.
Stand: 2026-06-26
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Auf Einfuhren wird Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf den Zollwert erhoben (einheitlicher Satz). Hinzu kommen Zölle von 5 bis 40 Prozent je nach Ware; bestimmte GĂŒter wie Erdöl, Datenverarbeitungsmaschinen, medizinische GerĂ€te und Zuchtvieh sind zollfrei. FĂŒr Tabak, Alkohol, Treibstoffe und Fahrzeuge gilt zusĂ€tzlich eine Verbrauchssteuer.
Die Customs General Administration wickelt die Zollanmeldung elektronisch ĂŒber das Customs Automated Information System (CAIS) ab; das E-Portal gaali.mn bietet Anmeldung und Online-Zahlung. Das System ist seit 2019 im Einsatz und deckt Import, Export und Transit ab.
Nein. Die Mongolei ist ein doppelter Binnenstaat ohne eigenen Seezugang. Der ĂŒberseeische Aussenhandel lĂ€uft im Transit ĂŒber chinesische HĂ€fen, vor allem Tianjin, sowie ĂŒber Russland. Massgeblicher GrenzĂŒbergang nach China ist Zamyn-ĂĂŒd/Erenhot.
RĂŒckgrat ist die Transmongolische Eisenbahn von Russland ĂŒber Ulan-Bator bis zur chinesischen Grenze; wegen der russischen Breitspur (1520 mm) erfolgt an der Grenze zu China ein Spurwechsel. ErgĂ€nzend bestehen Strassenkorridore und Luftfracht ĂŒber den Flughafen Chinggis Khaan (UBN).
Die Mongolei hat ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) mit Japan (in Kraft seit 7. Juni 2016) und ist seit dem 1. Januar 2021 Mitglied der Asia-Pacific Trade Agreement (APTA). Ein Freihandelsabkommen mit der EFTA oder ein umfassendes EU-FTA besteht nicht; gegenĂŒber der EU profitiert die Mongolei vom Allgemeinen PrĂ€ferenzsystem (GSP).
Als doppelter Binnenstaat hĂ€ngt der Aussenhandel fast vollstĂ€ndig vom Transit ĂŒber China und Russland ab. Am GrenzĂŒbergang Zamyn-ĂĂŒd/Erenhot kommt es durch Spurwechsel und hohes Aufkommen zu Staus und Verzögerungen. Strenge Winter (Dzud) und SandstĂŒrme können den Strassentransport behindern.
Die LandeswÀhrung ist der mongolische Tögrög (Tugrik, ISO-Code MNT). Rechnungen im Aussenhandel werden hÀufig in US-Dollar oder anderen HartwÀhrungen gestellt.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: