VC · VCT
Kleiner karibischer Insel- und Importmarkt (OECS/ECCU), stark seefrachtdominiert
Hauptstadt: Kingstown
Kurzprofil
St. Vincent und die Grenadinen (ISO-Code: VC) liegen in der östlichen Karibik und gehören zu den Kleinen Antillen, südlich von St. Lucia und nördlich von Grenada. Politisch ist das Land eine parlamentarische Demokratie und Mitglied des Commonwealth of Nations. Das Klima ist tropisch mit konstant hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer ausgeprägten Regenzeit von Juni bis November. Wirtschaftlich basiert St. Vincent und die Grenadinen auf Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus und Dienstleistungen, während Industrie nur eine begrenzte Rolle spielt. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Bananen, andere Agrarprodukte und Dienstleistungen, während es stark auf Importe von Konsumgütern, Energie und Industrieprodukten angewiesen ist. Logistisch verfügt das Land über internationale Flughäfen, Häfen und ein Strassennetz, die den Waren- und Personenverkehr sichern und begrenzte Transitfunktionen innerhalb der östlichen Karibik erfüllen. Die Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (XCD). Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, nachhaltigen Tourismus und Logistik, um die Wettbewerbsfähigkeit und regionale Vernetzung zu stärken.
Erwähnte Länder
Import-System
ASYCUDA World; Einfuhranmeldung (CusDec) elektronisch durch lizenzierten Zollagenten mit Rechnung und Frachtpapieren. Customs Procedure Codes (CPC) steuern das Verfahren.
Export-System
ASYCUDA World; Ausfuhranmeldung elektronisch über lizenzierten Zollagenten. CARICOM-Ursprungswaren im Binnenmarkt präferenzbegünstigt.
Einfuhrsteuer / MwSt
Präferenznachweise im CARICOM-Binnenmarkt über CARICOM-Ursprungszeugnis; gegenüber der EU greift das CARIFORUM-EPA. Mit der Schweiz/EFTA besteht kein Freihandelsabkommen.
Einfuhrbeschränkungen u.a. für Waffen und Munition, Betäubungsmittel sowie bestimmte Agrar- und Lebensmittelprodukte (Lizenz- oder Genehmigungspflicht); Beschau durch Customs and Excise.
Keine eigenständigen Exportkontroll- oder Sanktionsregime; als UN-Mitglied werden Sanktionen des UN-Sicherheitsrats umgesetzt.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Insellage mit Abhängigkeit von Seefracht und Umschlag über regionale Hubs; begrenzte Lager- und Kühlkapazitäten. Aktiver Vulkan La Soufriere (letzter Ausbruch April 2021) als Restrisiko.
Tropisches Klima; atlantische Hurrikan-Saison Juni bis November mit Risiko von Sturm-, Wind- und Hochwasserschäden sowie Hafensperrungen. Ausgeprägte Regenzeit Juni bis November.
Neuer modernisierter Frachthafen Kingstown am 25. Oktober 2025 eröffnet (Kingstown Port Modernisation Project, CDB/UKCIF, 380 m Kaimauer); erstes Schiff MV FOUMA am 26. Oktober 2025.
Stand: 2026-06-30
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Auf Importe wird eine Value Added Tax (VAT) von 16 Prozent erhoben (Standardsatz seit 1. Mai 2017). Der Hotelsektor zahlt 11 Prozent, einzelne Leistungen 0 Prozent. Die VAT wird zusammen mit dem Einfuhrzoll an der Grenze fällig.
Die Anmeldung erfolgt elektronisch im System ASYCUDA World, üblicherweise durch einen lizenzierten Zollagenten, auf Basis von Handelsrechnung, Frachtpapieren und Packliste. Customs Procedure Codes (CPC) bestimmen das jeweilige Verfahren.
St. Vincent und die Grenadinen wenden den CARICOM-Gemeinschaftszolltarif (Common External Tariff) an. Waren mit CARICOM-Ursprung sind im Binnenmarkt bei gültigem Ursprungsnachweis zoll- und abgabenbegünstigt.
Wichtigster Seehafen ist Kingstown, das im Oktober 2025 einen neuen modernisierten Frachthafen in Betrieb nahm. Luftfracht läuft über den Argyle International Airport (SVD) mit Frachtterminal und Kühllager; die Grenadinen verfügen über kleinere Regionalflughäfen.
Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (XCD), seit 1976 fest zum Kurs von 2,70 XCD je US-Dollar an den US-Dollar gekoppelt. Herausgeber ist die Eastern Caribbean Central Bank (ECCB).
Mit der Schweiz beziehungsweise der EFTA besteht kein Freihandelsabkommen. Gegenüber der EU greift das CARIFORUM-EPA; im regionalen Binnenmarkt gelten CARICOM- und OECS-Präferenzen.
Als Inselstaat ist das Land von Seefracht und regionalem Umschlag abhängig, mit begrenzten Lager- und Kühlkapazitäten. Die atlantische Hurrikan-Saison (Juni bis November) kann Verzögerungen verursachen; der Vulkan La Soufriere (letzter Ausbruch April 2021) bleibt ein Restrisiko.
Beschränkungen bestehen unter anderem für Waffen und Munition, Betäubungsmittel sowie bestimmte Agrar- und Lebensmittelprodukte (Lizenz- oder Genehmigungspflicht). Eigenständige Exportkontroll- oder Sanktionsregime gibt es nicht; UN-Sanktionen werden umgesetzt.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: