In der Seefracht ab China wird der Platz wieder knapp. Viele Verlader wollen früher verschiffen, Reedereien melden volle Schiffe und die Preise ziehen weiter an. Was im Mai schon begonnen hat, geht im Juni weiter.
Besonders betroffen sind Sendungen ab China und Südostasien Richtung Europa und Nordamerika. Marktberichte sprechen von einer frühen Peak Season. Dazu kommen Unsicherheiten bei US Zöllen, die Kap Route wegen der Lage im Roten Meer und viele Fahrpläne, die ohnehin schon nicht mehr sauber laufen.
Für Kunden wird es unangenehm. Wer einen alten Vertrag oder eine tiefere Rate hat, bekommt nicht automatisch Platz. In mehreren Marktberichten ist die Rede davon, dass Reedereien Vertragsbuchungen einschränken und mehr Ladung auf FAK, Spot oder Premium Services schieben. Einfach gesagt: Wer dringend verschiffen will, muss öfter mehr bezahlen.
CMA CGM hat neue Peak Season Surcharges angekündigt. Für Asien nach Nordeuropa wurde zuerst ein PSS von USD 500 pro TEU ab 1. Juni gemeldet. Container News berichtet zusätzlich von einem PSS von USD 600 pro TEU ab 15. Juni 2026. Auch Maersk hat für Far East Asia nach Nordeuropa und Mittelmeer neue PSS Zuschläge ab 10. Juni angekündigt.
Für Spediteure und Verlader heisst das: China Buchungen nicht zu spät machen. Wenn die Ware bereit ist, sollte man schnell entscheiden. Wer wartet, riskiert höhere Raten, Rollovers oder gar keinen Platz auf dem gewünschten Schiff.
Der Markt ist nicht komplett blockiert. Aber er ist deutlich enger geworden. Und wenn Reedereien die Raten weiter nach oben drücken, können Angebote sehr schnell verfallen.
