Der europäische Spotmarkt bleibt angespannt.
Laut TIMOCOM lag der Frachtanteil im zweiten Quartal 2026 durchgehend über 80 Prozent. Im April waren es 86 Prozent, im Mai 87 Prozent und im Juni immer noch 85 Prozent.
Für uns Spediteure heisst das ganz einfach: Es gibt viel Fracht, aber zu wenig frei gemeldete LKW.
Europaweit wurden im zweiten Quartal 23,8 Prozent mehr Frachten eingestellt als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen die verfügbaren LKW-Angebote um 10,8 Prozent zurück.
Das merkt man in der Dispo sofort. Touren müssen früher geplant werden, Rückladungen werden wichtiger und kurzfristige Transporte kosten mehr Nerven.
Auch die Preise zeigen nach oben. Europaweit lagen die durchschnittlichen Auftraggeberpreise bei 1,81 Euro pro Kilometer. Das sind 12,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Preisforderungen der Transportunternehmer lagen im Schnitt bei 1,79 Euro pro Kilometer, also 11,6 Prozent höher.
In Deutschland war das Niveau noch höher. Dort lagen die angebotenen Preise bei durchschnittlich 2,10 Euro pro Kilometer. Die Forderungen der Frachtführer kamen auf 2,18 Euro pro Kilometer.
