Der internationale Strassentransportverband IRU verlangt gezielte Unterstützung für Transportunternehmen. In einem Schreiben an die EU-Kommission geht es um den Kostendruck durch hohe Dieselpreise. Die Forderung ist eine politische Initiative des Verbands. Einen neuen Auszahlungsanspruch für Fuhrparkbetriebe begründet sie nicht.
Die Lage am Kraftstoffmarkt bleibt angespannt. Die EU-Kommission teilte am 22. Oktober nach Beratungen ihrer Öl-Koordinierungsgruppe mit, dass Diesel und Flugtreibstoff knapp angeboten werden. Einen tatsächlichen Versorgungsmangel in Europa stellte sie zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht fest.
Für Transporteure sind das zwei unterschiedliche Probleme. Hohe Einkaufspreise belasten die Rechnung jeder Tour. Ein fehlender Kraftstoff würde dagegen die Durchführung selbst gefährden. In Preisgesprächen sollte deshalb klar bleiben, welche Belastung gerade weitergegeben werden soll.
Betriebe können jetzt prüfen, ob ihr vereinbarter Dieselzuschlag den tatsächlichen Einkauf noch abbildet. Besonders wichtig sind die verwendete Preisreihe, der Bezugsmonat und der Abstand bis zur Anpassung. Wer Wochen lang auf eine neue Abrechnung wartet, muss die Mehrkosten zunächst selbst tragen. Auf noch nicht beschlossene Staatshilfen sollte ein verbindliches Transportangebot deshalb nicht aufbauen. Für Verlader braucht es eine nachvollziehbare Kalkulation mit klarer Gültigkeitsdauer.
