Die deutsche Verkehrsbehörde BALM hat im April 2026 wieder Lkw im Strassengüterverkehr kontrolliert. BALM steht für Bundesamt für Logistik und Mobilität. Die Behörde prüft unter anderem Kabotage, Ruhezeiten, Maut und technische Vorschriften.
Direkt betroffen ist Deutschland. Praktisch relevant ist das Thema aber für alle, die in Deutschland fahren oder Transporte dorthin vergeben. Also auch für EU-Carrier, Schweizer Spediteure und britische Transportunternehmen.
Bei den Kontrollen wurden insgesamt 1.693 Fahrzeuge geprüft. Im Bereich Kabotage gab es 1.436 Kontrollen. Dabei stellte das BALM 80 Verstösse in 51 Fällen fest. Zusätzlich wurden 63 Verstösse gegen das Verbot festgestellt, die regelmässige wöchentliche Ruhezeit im Fahrzeug zu verbringen.
Für Spediteure und Verlader ist das ein klares Warnsignal. Wer mit Subunternehmern arbeitet oder günstige Spotmarkt-Transporte einkauft, sollte genauer hinschauen. Wenn ein Carrier Kabotage oder Ruhezeiten falsch handhabt, kann das schnell zu Bussen, Verzögerungen und Diskussionen mit Kunden führen.
Wichtig ist auch: Die Zahlen stammen aus Schwerpunktkontrollen. Sie zeigen also nicht den ganzen Markt, sondern vor allem dort, wo die Behörde gezielt hinschaut. Trotzdem ist die Richtung klar: Kabotage und Ruhezeiten bleiben ein Kontrollschwerpunkt.
