CU · CUB
Karibischer Insel- und Umschlagstandort (ZED Mariel)
Hauptstadt: Havanna
Kurzprofil
Kuba (ISO-Code: CU) liegt in der Karibik und bildet mit der Hauptinsel und mehreren kleineren Inseln den grössten Inselstaat der Region. Politisch ist Kuba ein sozialistischer Einparteienstaat mit zentral gesteuerter Wirtschaft. Das Klima ist tropisch mit einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit sowie hohen Temperaturen ganzjährig. Wirtschaftlich stützt sich das Land auf Zuckerproduktion, Tabak, Tourismus und Dienstleistungen. Der Aussenhandel ist stark von wenigen Partnerländern abhängig, insbesondere von Venezuela, China und der Europäischen Union. Kuba ist importabhängig, vor allem bei Nahrungsmitteln, Treibstoff und Maschinen. Die Häfen von Havanna, Santiago de Cuba und Mariel spielen eine wichtige Rolle für den internationalen Warenverkehr und die Logistik. Die Landeswährung ist der Kubanische Peso (CUP), seit 2021 einzige Währung nach Abschaffung des CUC. Aufgrund seiner geostrategischen Lage dient Kuba als regionaler Umschlagplatz für Warenströme in der Karibik. Infrastrukturprojekte zielen darauf ab, Häfen und Transportwege zu modernisieren und die Effizienz im Aussenhandel zu erhöhen.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Aduana General de la República de Cuba (AGR)Import-System
Eigenes nationales Zollsystem der AGR mit elektronischer Declaración de Mercancías und Teledespacho (kein SIDUNEA/ASYCUDA); Rechtsrahmen Decreto-Ley 22/2020.
Export-System
Ausfuhrabfertigung über die AGR mit elektronischer Warenanmeldung; Aussenhandel staatlich gesteuert, Devisenfreigabe via Comité de Aprobación de Divisas (CAD) der Zentralbank.
Einfuhrsteuer / MwSt
Kein Freihandelsabkommen mit der EU; EU-Kuba nur Politik- und Kooperationsabkommen (PDCA, vorläufig seit 1.11.2017). Präferenzen v.a. über ALADI-Abkommen; Ursprungszeugnis je nach Abkommen.
Einfuhr von Waffen, Munition, Suchtmitteln und bestimmten Kommunikationsmitteln streng reguliert; viele Warengruppen unterliegen staatlichen Importmonopolen. Detailregeln über die AGR.
Umfassendes US-Embargo (CACR, 31 CFR 515, OFAC); Kuba seit Jan 2025 wieder als State Sponsor of Terrorism gelistet; E.O. 14404 (2026) mit Sekundärzöllen. EU ohne Embargo.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hohe Komplexität durch US-Embargo, akuten Devisenmangel, staatliche Importsteuerung und Versorgungsengpässe. Bankzahlungen und Versicherungen erschwert, lange Vorlaufzeiten.
Tropisches Klima; Hurrikansaison Juni bis November mit Risiko für Häfen und Lieferketten. Ausgeprägte Regenzeit Mai bis Oktober.
Anhaltende Wirtschafts- und Energiekrise mit Treibstoff- und Stromengpässen belastet Häfen und Binnentransport. US-Sanktionen schränken Reedereien, Banken und Versicherer ein.
Stand: 2026-06-24
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Zuständig ist die Aduana General de la República de Cuba (AGR). Sie wickelt Ein- und Ausfuhr über ein eigenes nationales, informatisiertes Zollsystem mit elektronischer Declaración de Mercancías und Teledespacho ab; Rechtsgrundlage ist unter anderem das Decreto-Ley 22/2020.
Nein, ein klassisches Mehrwertsteuersystem besteht nicht. Wichtigste Einfuhrabgabe ist der Zoll (Arancel) mit im Schnitt rund 10 Prozent auf den CIF-Wert (Spanne 0 bis 30 Prozent, Meistbegünstigung). Das innerstaatliche Impuesto sobre las Ventas (Ley 113) betrifft vor allem den Verkauf im Inland.
Das umfassende US-Embargo (Cuban Assets Control Regulations, 31 CFR 515, OFAC) verbietet US-Personen weitgehend Geschäfte mit Kuba. Seit Januar 2025 ist Kuba zudem als State Sponsor of Terrorism gelistet, und die Executive Order 14404 von 2026 sieht Sekundärzölle gegen Öllieferanten Kubas vor. Das erschwert Banktransaktionen, Versicherung und Schifffahrt erheblich.
Ja. Die EU verhängt kein Embargo gegen Kuba. Die Beziehungen sind im Politik- und Kooperationsabkommen (PDCA) geregelt, das seit dem 1. November 2017 vorläufig angewendet wird; ein Freihandelsabkommen besteht jedoch nicht. Die EU zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Kubas.
Bedeutendster Hafen ist Mariel mit der Sonderentwicklungszone ZED Mariel und einem modernen, von PSA betriebenen Containerterminal (Kapazität rund 800000 TEU, ausbaubar auf bis zu 3 Millionen). Weitere wichtige Häfen sind Havanna, Santiago de Cuba und Cienfuegos.
Offizielle Währung ist der Kubanische Peso (CUP). Seit der Währungsvereinheitlichung 2021 (Tarea Ordenamiento) ist der CUC abgeschafft. In der Praxis bestehen mehrere Wechselkurse und ein informeller Devisenmarkt, was Zahlungen und Kalkulation erschwert.
Mit hoher Zollkomplexität, staatlicher Importsteuerung und Devisenfreigaben über das Comité de Aprobación de Divisas der Zentralbank. Dazu kommen Treibstoff- und Stromengpässe, durch US-Sanktionen eingeschränkte Bank- und Versicherungswege sowie die Hurrikansaison von Juni bis November.
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