VE · VEN
Erdöl-Exporteur / karibischer Umschlagpunkt
Hauptstadt: Caracas
Kurzprofil
Venezuela (ISO‑Code: VE) liegt im Norden Südamerikas an der Karibik und grenzt an Kolumbien, Brasilien und Guyana sowie an das Atlantische Meer. Politisch ist das Land seit Januar 2026 eine Übergangsregierung unter Delcy Rodríguez mit starkem US-Einfluss nach der Entmachtung von Nicolás Maduro, mit anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das Klima variiert von tropisch‑savannenartig im Norden über feuchtes Regenwaldklima im Süden bis zu trockenen Bedingungen im Nordwesten, mit heissen Temperaturen und ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten. Wirtschaftlich ist Venezuela reich an Erdöl‑ und Gasreserven, die historisch den grössten Anteil der Exporte und Staatseinnahmen ausmachen, daneben spielen Bergbau, Agrarprodukte und Petrochemie eine Rolle. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Erdöl und Erdölprodukte, während es für Maschinen, Konsumgüter, Technologieprodukte und Energieimporte auf ausländische Versorgung angewiesen ist. Logistisch verfügt Venezuela über wichtige Seehäfen wie La Guaira, Puerto Cabello und Maracaibo, internationale Flughäfen und Strassen‑ und Schienennetze, die das Land als bedeutenden regionalen Umschlagpunkt an karibischen Seehandelsrouten positionieren. Die Transitfunktion wird durch die geostrategische Lage an Verbindungen zwischen Nord‑ und Südamerika unterstützt, wenngleich infrastrukturelle und wirtschaftliche Hemmnisse bestehen. Die Landeswährung ist der Venezolanische Bolívar (VES) und unterliegt weiterhin hoher Volatilität.
Import-System
Elektronische Zollabwicklung über SIDUNEA World (ASYCUDA) des SENIAT; Einfuhranmeldung als DUA (Declaración Única Aduanera) durch einen zugelassenen Zollagenten.
Export-System
Ausfuhranmeldung ebenfalls elektronisch über SIDUNEA World (DUA) beim SENIAT; bei vielen Waren sind Registrierung und Devisenvorgaben zu beachten.
Einfuhrsteuer / MwSt
Ursprungszeugnisse für ALADI-Präferenzen und bilaterale Abkommen (u.a. mit ALBA-Staaten); keine Präferenzabkommen mit EU oder EFTA.
Ein- und Ausfuhrbeschränkungen u.a. für Waffen, Munition, Suchtstoffe, bestimmte Lebensmittel und Devisen; viele Waren lizenz- oder genehmigungspflichtig.
Umfangreiche US-Sanktionen (OFAC) gegen Staat und PDVSA bestehen fort; seit Februar 2026 lockern OFAC-Generallizenzen (u.a. Nr. 46A und 48) Teile des Ölhandels.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hohe politische und wirtschaftliche Unsicherheit nach dem Machtwechsel Anfang 2026; fortbestehende US-Sanktionen, Devisenkontrollen, Währungsvolatilität sowie der Territorialstreit um Essequibo mit Guyana.
Tropisches Klima mit Regenzeit (Mai-November) und Trockenzeit; Starkregen und Erdrutschgefahr an der Küstenkordillere (z.B. Bundesstaat Vargas/La Guaira), Hurrikane treffen das Festland nur selten.
Nach der Entmachtung Maduros Anfang 2026 und der teilweisen US-Sanktionslockerung (OFAC-Generallizenzen) nehmen Ölexporte und Handelsaktivität wieder zu; die Rahmenbedingungen bleiben volatil.
Stand: 2026-07-01
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der allgemeine IVA-Satz beträgt 16 Prozent auf den CIF-Wert zuzüglich Zoll und weiterer Abgaben. Für bestimmte Güter wie Grundnahrungsmittel gilt ein ermässigter Satz von 8 Prozent; auf Luxusgüter wird ein zusätzlicher Aufschlag von 15 Prozent erhoben (SENIAT).
Der SENIAT wickelt Ein- und Ausfuhren elektronisch über SIDUNEA World (ASYCUDA der UNCTAD) ab. Ein zugelassener Zollagent reicht die Declaración Única Aduanera (DUA) samt Belegen ein; die Tarifierung erfolgt nach dem harmonisierten System.
Grösster Hafen ist Puerto Cabello, gefolgt von La Guaira (Containerhafen für Caracas) und Maracaibo im Westen. Puerto La Cruz/Guanta und die Orinoco-Häfen in Ciudad Guayana sind für Öl, Petrochemie und Rohstoffe bedeutend.
Ja. Umfangreiche US-Sanktionen (OFAC) gegen den Staat und den Ölkonzern PDVSA bestehen fort. Seit Februar 2026 lockern jedoch OFAC-Generallizenzen (u.a. Nr. 46A und 48) Teile des Ölhandels und den Betrieb von Häfen und Flughäfen. Grundlegende Blocking-Sanktionen gelten weiter.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der Venezolanische Bolívar (VES), der weiterhin stark schwankt. Im Geschäftsverkehr und in der Preisbildung ist der US-Dollar faktisch weit verbreitet.
Wichtigster Luftfrachtknoten ist der Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar (CCS/SVMI) bei Caracas mit eigenem Frachtterminal. Ergänzend dienen La Chinita in Maracaibo und Arturo Michelena in Valencia dem Frachtverkehr.
Massgeblich sind die politische und wirtschaftliche Unsicherheit nach dem Machtwechsel Anfang 2026, fortbestehende US-Sanktionen, Devisenkontrollen und Währungsvolatilität. Hinzu kommen der Territorialstreit um Essequibo mit Guyana sowie hohe Zollkomplexität.
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