GE · GEO
Transitland Mittlerer Korridor / Schwarzmeer-Tor
Hauptstadt: Tiflis
Kurzprofil
Georgien liegt am Südkaukasus zwischen dem Schwarzen Meer, Russland, der Türkei, Armenien und Aserbaidschan und versteht sich als Brücke des Mittleren Korridors (Trans-Kaspische Route) zwischen China, Zentralasien und Europa. Die Wirtschaft stützt sich auf Transit, Logistik, Tourismus, Landwirtschaft (Wein, Mineralwasser, Nüsse) und den Re-Export von Fahrzeugen. Wichtigste Seehäfen sind Poti (Hauptcontainerhafen) und Batumi; der Tiefseehafen Anaklia befindet sich im Aufbau. Die Bahnlinie Baku-Tbilisi-Kars und der Ost-West-Highway verbinden die Häfen mit Aserbaidschan und der Türkei. Der Zoll wird vom Revenue Service of Georgia elektronisch über ASYCUDA World abgewickelt; Sendungen werden in Risikokorridore (grün, gelb, rot) eingeteilt. Die Einfuhr-Mehrwertsteuer beträgt 18 Prozent, die Einfuhrzölle liegen bei 0, 5 oder 12 Prozent. Georgien hat Freihandelsabkommen mit der EU (DCFTA), der EFTA (inklusive Schweiz), China, der Türkei sowie zahlreichen GUS-Staaten.
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Revenue Service of GeorgiaImport-System
ASYCUDA World; elektronische Einfuhranmeldung beim Revenue Service of Georgia; Risikokorridore grün/gelb/rot.
Export-System
ASYCUDA World; elektronische Ausfuhranmeldung beim Revenue Service of Georgia.
Einfuhrsteuer / MwSt
EUR.1 bzw. Ursprungserklärung für EU-DCFTA und EFTA; weitere Präferenzen mit China, Türkei, GUS-Staaten, Hongkong und VAE.
Lizenzpflicht u.a. für Waffen, Sprengstoff, radioaktive Stoffe, Dual-Use-Güter, Medizinprodukte, Industrieabfall und bestimmte Agrarchemikalien.
Georgien selbst nicht sanktioniert. Re-Export-Verbot bestimmter EU-Fahrzeuge nach Russland und Belarus seit 2023; Dual-Use-Güter lizenzpflichtig.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Europa. Je nach Zielland (z.B. Zollunion, Einfuhrumsatzsteuer, Produktvorschriften) können Abläufe und Dokumente variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hauptrisiko ist die Compliance bei Re-Exporten (Umgehungsverdacht Richtung Russland). Besetzte Gebiete Abchasien und Südossetien sind nicht zugänglich.
Gebirgspässe im Winter zeitweise gesperrt; Schwarzmeerhäfen ganzjährig nutzbar; vereinzelt Sturm- oder Hochwasserunterbrechungen.
Poti 2025 mit Rekord von 636'466 Containern; Vertiefung auf 13,5 m läuft; Anaklia-Tiefseehafen im Aufbau; Verkehr im Mittleren Korridor wächst.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die Standard-Einfuhr-Mehrwertsteuer beträgt 18 Prozent und wird auf den Zollwert plus Einfuhrzoll berechnet. Die Einfuhrzölle selbst liegen bei 0, 5 oder 12 Prozent.
Der Revenue Service of Georgia wickelt Zollanmeldungen elektronisch über ASYCUDA World ab. Sendungen werden Risikokorridoren (grün, gelb, rot) zugeteilt; saubere Dokumente werden zügig freigegeben.
Georgien hat Freihandelsabkommen mit der EU (DCFTA), der EFTA inklusive Schweiz, China, der Türkei sowie zahlreichen GUS-Staaten, Hongkong und den VAE. Präferenzen erfordern einen gültigen Ursprungsnachweis.
Die wichtigsten Seehäfen sind Poti (Hauptcontainerhafen, 2025 mit Rekord von rund 636'000 Containern) und Batumi. Der Tiefseehafen Anaklia befindet sich im Aufbau.
Georgien ist ein zentrales Transitland des Mittleren Korridors zwischen China, Zentralasien und Europa. Die Bahnlinie Baku-Tbilisi-Kars, der Ost-West-Highway und die Schwarzmeerhäfen umgehen die Nordroute durch Russland.
Lizenzpflichtig sind unter anderem Waffen, Sprengstoff, radioaktive Stoffe, Dual-Use-Güter, Medizinprodukte, Industrieabfall und bestimmte Agrarchemikalien. Für bestimmte EU-Fahrzeuge gilt seit 2023 ein Re-Export-Verbot nach Russland und Belarus.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart:
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