GL · GRL
Arktische Insel-Logistik / Fischerei-Export-Hub
Hauptstadt: Nuuk
Kurzprofil
Grönland (ISO-Code: GL) ist die grösste Insel der Welt und liegt zwischen dem Arktischen und dem Atlantischen Ozean, politisch ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark. Politisch verfügt Grönland über eine eigene Regierung und ein Parlament, während Verteidigung und Aussenpolitik von Dänemark übernommen werden. Das Klima ist arktisch, geprägt von langen, kalten Wintern, kurzen Sommern und einer überwiegenden Eis- und Gletscherbedeckung. Wirtschaftlich spielen Fischerei, Fischverarbeitung, Bergbau und zunehmend Dienstleistungen eine zentrale Rolle, während Landwirtschaft und Industrie nur begrenzt entwickelt sind. Der Aussenhandel ist stark auf Fisch- und Meeresprodukte fokussiert, gleichzeitig ist das Land stark auf Importe von Nahrungsmitteln, Treibstoff und Industrieprodukten angewiesen. Strategisch gelegene Häfen und ein internationales Flughafennetz sichern die Transit- und Logistikfunktion für Versorgung, Export und regionale Schifffahrt. Die Landeswährung ist die Dänische Krone (DKK), die stabile wirtschaftliche Transaktionen ermöglicht. Grönland profitiert von seiner geographischen Lage für den Zugang zu arktischen Ressourcen und als Knotenpunkt für maritime Routen im Nordatlantik. Infrastruktur, politische Autonomie und Rohstoffpotenziale stärken die wirtschaftliche und logistische Bedeutung des Landes.
Erwähnte Länder
Import-System
Eigene Einfuhr-Zollanmeldung bei der grönländischen Steuerbehörde (aka.gl); Grönland liegt ausserhalb des EU-Zollgebiets, EU-Zollsysteme gelten nicht. Abgaben auf CIF-Wert.
Export-System
Ausfuhranmeldung bei der grönländischen Steuerbehörde (aka.gl); für dual-use Güter zusätzliche Lizenz über das Ministerium für Industrie und Energie in Nuuk.
Einfuhrsteuer / MwSt
Als EU-OCT zollfreier Zugang grönländischer Fischereiprodukte zum EU-Markt; Ursprungsnachweis nach EU-OCT-Ursprungsregeln (z.B. EUR.1 / Ursprungserklärung).
Ein-/Ausfuhrbeschränkungen u.a. für Waffen, gefährdete Arten (CITES) und bestimmte Lebensmittel. Ausfuhr von Uran-/Thoriumerz über 500 kg/Jahr ist lizenzpflichtig.
Exportkontrolle für dual-use Güter nach Executive Order Nr. 67/2018 (Kontrollliste identisch mit EU-Liste). Lizenz via Ministerium für Industrie/Energie an dänische Erhvervsstyrelsen. EU-/UN-Sanktionen über Dänemark.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Abhängigkeit von einem einzigen Seefrachtcarrier (Royal Arctic Line) und begrenzter Abfahrtsfrequenz; lange Distanzen, dünne Infrastruktur und Wetterabhängigkeit erhöhen Transit- und Versorgungsrisiken.
Arktisches Klima: Meereis, Eisberge, Stürme und Polarwinter beeinträchtigen Schiff- und Flugverkehr; nördliche Häfen sind teils nur saisonal eisfrei erreichbar.
Erweiterter Flughafen Nuuk (GOH) seit 2024 international; Containerverkehr über Royal Arctic Line in Kooperation mit Eimskip (Drehkreuz Aalborg). EU-Fischereiabkommen 2025-2030 in Kraft.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein. Grönland erhebt keine Mehrwertsteuer. Stattdessen werden auf bestimmte Waren wie Fahrzeuge, Alkohol, Tabak und Lebensmittel Einfuhrabgaben (Zoll) auf den CIF-Wert erhoben. Auf Betriebsausrüstung fallen in der Regel keine allgemeinen Einfuhrzölle an.
Nein. Grönland trat 1985 aus der damaligen EG aus und ist heute ein mit der EU assoziiertes überseeisches Land und Gebiet (OCT). Es liegt ausserhalb des EU-Zollgebiets und des Binnenmarkts, geniesst aber als OCT zollfreien Zugang für Fischereiprodukte zum EU-Markt.
Zuständig ist die grönländische Steuerbehörde (Akileraartarnermut Aqutsisoqarfik / Skattestyrelsen, aka.gl), die das eigene Steuer- und Zollsystem getrennt von Dänemark verwaltet. Die Einfuhranmeldung erfolgt bei dieser Behörde.
Die Versorgung läuft fast vollständig über Seefracht der staatlichen Royal Arctic Line, die in Kooperation mit Eimskip über das Drehkreuz Aalborg (Dänemark) sowie Reykjavik fährt. Haupthäfen sind Nuuk, Sisimiut und Aasiaat. Luftfracht ergänzt über die Flughäfen Nuuk und Kangerlussuaq.
Für dual-use Güter gilt die Executive Order Nr. 67 von 2018, deren Kontrollliste mit der EU-Liste identisch ist. Anträge gehen an das Ministerium für Industrie und Energie in Nuuk, das sie an die dänische Erhvervsstyrelsen weiterleitet. Ausfuhr von Uran-/Thoriumerz über 500 kg/Jahr ist lizenzpflichtig.
Grönland nutzt die Dänische Krone (DKK) als gesetzliches Zahlungsmittel. Eine eigene grönländische Währung existiert nicht.
Das arktische Klima mit Meereis, Eisbergen, Stürmen und Polarwinter beeinträchtigt Schiff- und Flugverkehr. Nördliche und abgelegene Häfen sind teils nur saisonal eisfrei erreichbar, was Planung und Frequenz der Versorgung einschränkt.
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