SR · SUR
Rohstoffexporteur (Gold, Erdöl, Holz); CARICOM-Mitglied mit Aufstieg zum Offshore-Öl-Standort (Block 58)
Hauptstadt: Paramaribo
Kurzprofil
Suriname (ISO-Code: SR) liegt in Nordost-Südamerika und grenzt an Französisch-Guayana, Guyana, Brasilien sowie an den Atlantischen Ozean. Politisch ist das Land eine präsidiale Republik mit demokratisch gewählten Institutionen. Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer Regenzeit von April bis August sowie einer kurzen Regenperiode von November bis Januar. Wirtschaftlich basiert Suriname auf Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei, Energie und Dienstleistungen, wobei insbesondere Bauxit, Gold, Öl und Holz von Bedeutung sind. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem mineralische Rohstoffe, Agrarprodukte und Energie, während es stark auf Importe von Konsumgütern, Maschinen und Industrieprodukten angewiesen ist. Logistisch verfügt Suriname über den Hafen von Paramaribo, internationale Flughäfen sowie ein Strassen- und Flussnetz, das die Anbindung an Binnenregionen und Nachbarländer ermöglicht und eine begrenzte Transitfunktion erfüllt. Die Landeswährung ist der Suriname-Dollar (SRD). Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, Transport und Logistik, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Integration in regionale und globale Lieferketten zu verbessern.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Douane Suriname (Belastingdienst)Import-System
Elektronische Abfertigung über ASYCUDA World; Einfuhranmeldung per Single Administrative Document durch lizenzierten Zollagenten. Einfuhrzoll nach CARICOM-Gemeinschaftszolltarif (CET, 0 bis 40 Prozent).
Export-System
Ausfuhranmeldung ebenfalls über ASYCUDA World durch lizenzierten Zollagenten; bei Gold- und Erdölausfuhren zusätzliche sektorale Genehmigungen.
Einfuhrsteuer / MwSt
CARICOM-Ursprungszeugnis für Präferenzen im CARICOM-Binnenmarkt. CARIFORUM-EU-EPA 2008 unterzeichnet, von Suriname aber noch nicht ratifiziert. Mit der Schweiz und EFTA besteht kein Abkommen.
Einfuhr-/Genehmigungspflichten u.a. für Waffen und Munition, Arzneimittel, Lebensmittel und Pflanzen (Gesundheits-/Pflanzenzeugnisse). Gold- und Erdölsektor unterliegt staatlicher Aufsicht.
Suriname unterhält kein eigenständiges Sanktionsregime und setzt UN-Sicherheitsratssanktionen um. Keine umfassenden internationalen Sanktionen gegen das Land.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hauptrisiken: Währungsvolatilität und Inflation des SRD, begrenzte Tiefgänge am Flusshafen Paramaribo, abgelegene Binnenregionen mit Anbindung nur per Fluss oder Luft.
Tropisch-feucht; grosse Regenzeit April bis August, kleine Regenzeit November bis Januar. Starkregen kann Strassen im Binnenland und Flusslogistik beeinträchtigen.
Offshore-Ölprojekt GranMorgu (Block 58; TotalEnergies, APA, Staatsolie) mit Investitionsentscheid 2024 und erstem Öl ab 2028 dürfte Hafen-, Luft- und Versorgungslogistik stark ausbauen.
Stand: 2026-06-30
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Auf Importe wird die BTW (Mehrwertsteuer) mit einem Normalsatz von 10 Prozent erhoben, bemessen auf den Zollwert plus Einfuhrzoll und Akzisen. Für bestimmte Waren gelten 0 Prozent oder Befreiungen, für Luxusgüter 25 Prozent. Die BTW löste 2023 die frühere Umsatzsteuer ab.
Suriname wendet als CARICOM-Mitglied den Gemeinschaftszolltarif (CET) an. Waren aus CARICOM-Staaten sind oft zollfrei bis rund 20 Prozent; aus Drittländern liegen die Sätze meist zwischen 0 und 40 Prozent, im Schnitt rund 30 bis 40 Prozent bei Konsumgütern.
Zuständig ist die Douane Suriname unter dem Belastingdienst. Die Abfertigung läuft elektronisch über ASYCUDA World; die Anmeldung erfolgt per Single Administrative Document durch einen lizenzierten Zollagenten.
Wichtigster Seehafen ist der Flusshafen Paramaribo (Dr. Jules Sedney Haven, früher Nieuwe Haven) am Suriname-Fluss, betrieben von N.V. Havenbeheer Suriname. Daneben bestehen Häfen in Nieuw Nickerie, Paranam und Moengo. Der Tiefgang ist durch die Flusslage begrenzt.
Internationale Luftfracht läuft über den Johan Adolf Pengel International Airport (PBM / SMJP) bei Zanderij, rund 45 Kilometer südlich von Paramaribo, mit eigenem Frachtterminal. Der Flughafen Zorg en Hoop dient dem Inlandsverkehr.
Gegen Suriname bestehen keine umfassenden internationalen Sanktionen; das Land setzt UN-Sanktionen um und hat kein eigenes Regime. Ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz oder EFTA besteht nicht; das CARIFORUM-EU-EPA wurde von Suriname noch nicht ratifiziert.
Erforderlich sind in der Regel Handelsrechnung, Frachtbrief (Bill of Lading oder Luftfrachtbrief), Packliste und die ASYCUDA-Anmeldung (Single Administrative Document). Je nach Ware kommen Einfuhrlizenz (Formular H-99) sowie Gesundheits- oder Pflanzenzeugnisse hinzu.
Das Offshore-Ölprojekt Block 58 (GranMorgu) mit TotalEnergies, APA und Staatsolie hat 2024 den Investitionsentscheid erhalten; erstes Öl wird 2028 erwartet. Das Projekt dürfte Hafen-, Luftfracht- und Versorgungslogistik deutlich ausbauen.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: