TM · TKM
Transitland / Energie-Exporteur (Erdgas)
Hauptstadt: Aşgabat
Kurzprofil
Turkmenistan (ISO-Code: TM) liegt in Zentralasien und grenzt an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, Iran sowie an das Kaspische Meer. Politisch ist das Land eine präsidiale Republik mit starker zentraler Führung. Das Klima ist kontinental und wüstenartig mit heissen Sommern, kalten Wintern und sehr geringen Niederschlägen. Wirtschaftlich basiert Turkmenistan auf Erdgas- und Erdölproduktion, Landwirtschaft und Dienstleistungen, wobei der Energiesektor international die grösste Bedeutung hat. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Erdgas, Erdöl und Baumwolle, während es für Konsumgüter, Maschinen und Industrieprodukte stark auf Importe angewiesen ist. Logistisch verfügt Turkmenistan über Strassen- und Schienennetze, internationale Flughäfen sowie Häfen am Kaspischen Meer, die vor allem den regionalen Transit zwischen Zentralasien und dem Kaspischen Raum ermöglichen. Die Landeswährung ist der Turkmenische Manat (TMT). Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, Transport, Logistik und Energieprojekte, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Integration in regionale und globale Lieferketten zu verbessern.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Staatlicher Zolldienst von TurkmenistanImport-System
Verzollung nach dem Zollkodex Turkmenistans über den Staatlichen Zolldienst; elektronische Vorabanmeldung, Zolldeklaration und eine Zollgebühr von 0,2 Prozent des Vertragswerts.
Export-System
Ausfuhrabfertigung über den Staatlichen Zolldienst nach dem Zollkodex; für strategische Güter und Energieträger bestehen Ausfuhrzölle und Lizenzpflichten.
Einfuhrsteuer / MwSt
Präferenznachweise im GUS-Freihandel über Ursprungszeugnis Form CT-1; ausserhalb der GUS keine Freihandelsabkommen, Ursprungsnachweis über die Handels- und Industriekammer.
Verboten ohne Lizenz: Waffen, Sprengstoff, Suchtmittel und radioaktive Stoffe. Lizenz- oder Genehmigungspflicht unter anderem für Chemikalien, Arzneimittel und Agrarprodukte.
Keine internationalen Sanktionen gegen Turkmenistan (Stand 2026). Nationale Lizenzpflicht von Präsident und Ministerkabinett für Waffen, Militärgüter, Sprengstoff und radioaktive Stoffe.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Stark staatlich gelenkte Wirtschaft mit Devisenkontrollen, Import-Substitutionspolitik, Zertifizierungspflichten und langwierigen, bürokratischen Zollverfahren; eingeschränkte Transparenz.
Wüstenklima mit sehr heissen Sommern über 40 Grad belastet temperaturempfindliche Fracht; kalte Winter und Stürme am Kaspischen Meer können den Fährverkehr verzögern.
Turkmenistan baut seine Transitrolle aus: Transitmengen 2025 über 7 Mio. Tonnen (plus 28 Prozent); Ausbau von Lapislazuli-, Nord-Süd- und TRACECA-Korridoren sowie der Bahn Aşgabat–Türkmenbaşy.
Stand: 2026-07-01
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Turkmenistan erhebt eine Mehrwertsteuer mit einem Standardsatz von 15 Prozent auf den CIF-Wert der Einfuhr. Ausfuhren sind nullsatzbesteuert; für Grundnahrungsmittel und Medikamente sind Ermässigungen oder Befreiungen möglich.
Die meisten Waren unterliegen Zollsätzen von 5 bis 10 Prozent, Konsumgüter teils höher. Maschinen, Industrieausrüstung und Energiegüter liegen oft bei 0 bis 5 Prozent. Zusätzlich fällt eine Zollgebühr von 0,2 Prozent des Vertragswerts an.
Zuständig ist der Staatliche Zolldienst von Turkmenistan (customs.gov.tm). Er wickelt Ein- und Ausfuhren nach dem Zollkodex ab und verlangt unter anderem eine elektronische Vorabanmeldung der Waren.
Nein. Gegen Turkmenistan bestehen nach EU- und US-Angaben (Stand 2026) keine umfassenden Sanktionen. Das Land betreibt jedoch eine eigene Exportkontrolle mit Lizenzpflichten für Waffen, Militärgüter, Sprengstoff und radioaktive Stoffe.
Wichtigster Seehafen ist Türkmenbaşy am Kaspischen Meer mit Fähr- und Containerterminals nach Baku, Aktau und Astrachan. Landseitig laufen Waren über den Lapislazuli-, Nord-Süd- und TRACECA-Korridor sowie das nationale Schienennetz.
Üblich sind Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief (CMR, AWB oder Konnossement), Zolldeklaration, Ursprungszeugnis sowie Konformitäts- und Zertifizierungsnachweise. Für bestimmte Waren ist zusätzlich eine Einfuhrlizenz erforderlich.
Die Wirtschaft ist stark staatlich gelenkt, mit Devisenkontrollen, Import-Substitutionspolitik und aufwendigen Zertifizierungspflichten. Zollverfahren sind bürokratisch und zeitintensiv, was gute Planung und lokale Partner erfordert.
Ja. Turkmenistan gilt als Binnenland, da das Kaspische Meer ein Binnenmeer ohne natürlichen Zugang zum Weltmeer ist. Die Kaspi-Häfen wie Türkmenbaşy dienen dem regionalen Transit über Fährverbindungen.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: