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Hauptstadt: Teheran
Der Iran (ISO-Code: IR) liegt in Vorderasien und grenzt an Irak, Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan, mit Küsten am Kaspischen Meer und am Persischen Golf. Politisch ist der Iran eine Islamische Republik mit zentralisierten Machtstrukturen, präsidialem System und signifikanter Rolle religiöser Institutionen. Das Klima ist vielfältig, von arid und halbarid in den zentralen Wüstenregionen über mediterrane Zonen am Kaspischen Meer bis zu gebirgigen, kühleren Regionen im Westen und Norden. Wirtschaftlich spielt der Iran eine zentrale Rolle in der Region, geprägt durch Öl- und Gasproduktion, Petrochemie, Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen. Der Aussenhandel ist stark energieorientiert, Exporte bestehen vor allem aus Erdöl, Gas, Petrochemieprodukten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, während der Iran bei Maschinen, Technologie und Konsumgütern importabhängig ist. Strategisch gelegene Häfen wie Bandar Abbas sichern die Transit- und Logistikfunktion für Energieexporte und regionale Lieferketten. Die Landeswährung ist der Iranische Rial (IRR), der wirtschaftliche Transaktionen innerhalb des Landes ermöglicht. Der Iran profitiert von seiner geographischen Lage an wichtigen Handelsrouten zwischen Asien, Europa und dem Persischen Golf. Infrastruktur, Energiepotenziale und regionale Anbindung stärken die wirtschaftliche und logistische Bedeutung des Landes.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Import-System
Elektronische Abfertigung über das EPL-System der IRICA mit risikobasiertem Kanalverfahren (grün/gelb/rot); angebunden an das Comprehensive Trade System (NTSW).
Export-System
Ausfuhranmeldung elektronisch über EPL/IRICA und das Comprehensive Trade System; Exporte sind grundsätzlich von der Mehrwertsteuer befreit.
Einfuhrsteuer / MwSt
Präferenzursprung über das EAWU-Iran-Freihandelsabkommen (in Kraft seit 15.5.2025, rund 90 Prozent Warendeckung) sowie ECO; Ursprungszeugnis über IRICA und iranische Handelskammer.
Einfuhrverbote u.a. für Alkohol, Schweinefleisch und gegen Scharia oder öffentliche Ordnung verstossende Güter; viele Waren genehmigungs- und registrierungspflichtig.
Stark sanktioniert: UN-Snapback seit 27.9.2025 (Waffenembargo, Listungen); EU reimposed JCPOA-Massnahmen; Schweiz revidierte Iran-Verordnung seit 12.12.2025; US-OFAC-Embargo (ITSR).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Sehr hohes Compliance- und Zahlungsrisiko durch umfassende Sanktionen und SWIFT-Ausschluss; Spannungen um die Strasse von Hormuz; Explosion im Hafen Shahid Rajaee im April 2025.
Extreme Sommerhitze über 45 Grad am Persischen Golf, Staubstürme im Süden, ausgeprägtes Erdbebenrisiko landesweit sowie Schneefälle in den Gebirgsregionen im Winter.
Seit dem UN-Snapback 2025 verschärfte Sanktions- und Bankenlage; Zahlungsabwicklung erschwert; INSTC- und EAWU-Handel mit Russland gewinnen an Bedeutung; Hormuz-Risiko erhöht.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Seit dem UN-Snapback vom 27.9.2025 sind die früher unter dem JCPOA aufgehobenen UN-Sanktionen wieder in Kraft (u.a. Waffenembargo, Listungen). Die EU hat ihre Massnahmen wieder eingeführt, die Schweiz setzt sie über die revidierte Iran-Verordnung (in Kraft seit 12.12.2025) um, und die USA unterhalten ein umfassendes OFAC-Embargo. Jede Lieferung erfordert eine sorgfältige Sanktions- und Güterprüfung.
Der Standardsatz beträgt 10 Prozent (Stand 2026; das Parlament lehnte eine Erhöhung auf 12 Prozent ab). Für bestimmte Güter gelten Sondersätze, etwa 12 Prozent auf Tabak und 20 Prozent auf Treibstoff. Grundnahrungsmittel, Medikamente und Bücher sind befreit. Zusätzlich fallen Zoll und die Commercial Benefit Tax auf den CIF-Wert an.
Zuständig ist die Islamic Republic of Iran Customs Administration (IRICA, lokal Gomrok) unter dem Wirtschafts- und Finanzministerium. Die Abfertigung erfolgt elektronisch über das EPL-System mit risikobasiertem Kanalverfahren (grün, gelb, rot).
Wichtigster Hafen ist Shahid Rajaee in Bandar Abbas am Persischen Golf, der den Grossteil des Containerverkehrs abwickelt. Chabahar am Golf von Oman ist der einzige Tiefseehafen mit direktem Zugang zum Indischen Ozean. An der kaspischen Küste sind Bandar Anzali und Amirabad relevant.
Der International North-South Transport Corridor (INSTC) verbindet Indien über Iran mit Russland und Nordeuropa. Iran ist das zentrale Transitglied; Bandar Abbas dient als südlicher Endpunkt, und Bahnprojekte wie Rasht-Astara sollen die Lücke an der kaspischen Westroute schliessen.
Verboten sind unter anderem Alkohol, Schweinefleisch sowie Güter, die gegen die Scharia oder die öffentliche Ordnung verstossen. Viele Waren sind genehmigungs- und registrierungspflichtig und müssen vorab im Comprehensive Trade System angemeldet werden.
Ja. Das vollwertige Freihandelsabkommen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und Iran ist seit dem 15.5.2025 in Kraft und deckt rund 90 Prozent der Warennomenklatur ab. Daneben bestehen Präferenzen im Rahmen der ECO. Für Schweizer Exporteure gibt es kein Freihandelsabkommen mit Iran.
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