CargoBeamer hat drei Bahnverbindungen für den Transport von Sattelaufliegern ausgebaut. Zwischen Kaldenkirchen und Domodossola werden nun 22 wöchentliche Rundläufe angeboten. Calais–Perpignan kommt auf acht, Stuttgart–Mailand auf fünf. Das berichten mehrere Fachmedien unter Berufung auf das Unternehmen.
Der Ausbau richtet sich auch an Speditionen mit nicht kranbaren Aufliegern. Damit sind Anhänger gemeint, die nicht für das normale Anheben mit einem Terminalkran ausgelegt sind. CargoBeamer bietet für solche Einheiten eine Möglichkeit, den langen Teil einer Fahrt auf die Schiene zu verlagern. Der Lkw übernimmt dabei weiterhin den Weg zum und vom Terminal.
Mehr Abfahrten können die Planung erleichtern. Wird ein Annahmeschluss verpasst, kann ein dichterer Fahrplan eine zusätzliche Ausweichmöglichkeit bieten. Eine Garantie für freie Plätze oder eine bestimmte Ersatzverbindung ist damit aber nicht verbunden. Der veröffentlichte Rundlauf sagt zudem noch nichts darüber, ob der passende Zug für die eigene Ladezeit verfügbar ist.
Für einen Vergleich mit einem durchgehenden Strassentransport sollte die Dispo deshalb die ganze Strecke rechnen. Dazu gehören Vorlauf, Terminalannahme, Bahntransport, Abholung und Nachlauf. Auch die Standzeit des Aufliegers gehört auf den Zettel. Ein günstiger Bahnabschnitt bringt wenig, wenn am Ziel kein Zugfahrzeug bereitsteht.
Verlader sollten ihre Ladefenster möglichst mit den Annahmeschlüssen abstimmen. Bei regelmässigen Mengen kann es sinnvoll sein, feste Plätze anzufragen. Für einzelne Sendungen lohnt sich dagegen eine konkrete Buchungsprüfung mit Gewicht, Abmessungen und gewünschtem Zustelltermin.
Wichtig bleibt die Unterscheidung zwischen zusätzlichem Angebot und bereits gebuchter Leistung. Die höhere Frequenz schafft Optionen. Ob daraus für einen bestimmten Kunden kürzere Laufzeiten oder niedrigere Kosten entstehen, muss die Spedition anhand ihrer eigenen Relation prüfen.
