DHL baut ein weltweites Logistiknetz für Batterien, Elektrofahrzeuge und grosse Energiespeicher auf. Mehr als 20 spezialisierte Standorte sind bereits verbunden. Sie bieten neben Transport und Lagerung auch Diagnose, Prüfung, Laden, Reparatur, Rückführung und Vorbereitung zum Recycling an.
Das Geschäft geht weit über Autobatterien hinaus. Batterie-Energiespeichersysteme, kurz BESS, stabilisieren Stromnetze und speichern Energie aus Wind- oder Solaranlagen. Manche Systeme wiegen mehr als 50 Tonnen. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte DHL weltweit mehr als 1'100 solcher Einheiten aus.
Für Spediteure ist das ein anspruchsvolles Feld. Lithiumbatterien können je nach Zustand und Transportart als Gefahrgut gelten. Beschädigte oder defekte Batterien brauchen besondere Verpackungen, Dokumente und Freigaben. Hinzu kommen Schwertransport, Zollabwicklung, Temperaturfragen und Brandschutz im Lager.
DHL bündelt dafür Leistungen aus Kontraktlogistik, Luft- und Seefracht sowie Projektlogistik. In Halle stehen 13'000 Quadratmeter batteriefähige Lagerfläche bereit. In Ungarn ist ein weiterer Standort für 2027 geplant. Bis 2030 will DHL das Geschäftsfeld New Energy auf drei Milliarden Euro Umsatz ausbauen. Das ist eine Unternehmensplanung, kein bereits erzielter Umsatz.
