Der Massengutfrachter «Cape Dao» ist am 23. September 2026 in der Strasse von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Gemäss der britischen Meldestelle UKMTO geriet das Schiff in Brand und trieb danach ohne Kontrolle im Seegebiet.
Später machte das omanische Zentrum für maritime Sicherheit weitere Angaben. Demnach wurde die «Cape Dao» rund 2,5 Seemeilen vor der Provinz Musandam angegriffen. Im Maschinenraum brach ein Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben. Die omanische Marine brachte die übrigen 27 Personen in Sicherheit und versorgte sie medizinisch.
Bei dem Schiff handelt es sich um einen Massengutfrachter unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Solche Schiffe transportieren lose Güter wie Erz, Kohle oder Getreide. Welche Ladung die «Cape Dao» an Bord hatte und wie schwer das Schiff beschädigt wurde, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Ebenfalls offen ist, wer für den Angriff verantwortlich ist. Meldungen, die bereits einen bestimmten Angreifer nennen, sind daher mit Vorsicht zu behandeln.
Die Strasse von Hormus ist für den Handel mit Öl, Gas und weiteren Gütern sehr wichtig. Für Schiffe aus dem Persischen Golf gibt es keine einfache, gleichwertige Umfahrung. Jeder neue Angriff kann deshalb zu Wartezeiten, Reiseabbrüchen oder strengeren Vorgaben der Reedereien und Versicherer führen.
Für Verlader bedeutet das: Auch wenn die eigene Ware nicht auf dem betroffenen Schiff liegt, können sich Laufzeiten und Kosten ändern. Reedereien könnten Abfahrten verschieben oder zusätzliche Sicherheitszuschläge verlangen. Bei laufenden Buchungen sollte man deshalb den Schiffsstatus, die Route und mögliche Ausschlüsse in der Transportversicherung kurzfristig prüfen.
