Hapag-Lloyd hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nochmals erhöht. Der Konzern erwartet nun ein EBITDA von 3,9 bis 4,4 Milliarden US-Dollar. EBITDA bedeutet Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Zuvor lag die Spanne bei 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar.
Auch die Prognose für das operative Ergebnis EBIT wurde angehoben. Sie liegt neu bei 1,25 bis 1,75 Milliarden Dollar, nach bisher 0,1 bis 1,1 Milliarden Dollar. Als Gründe nennt Hapag-Lloyd eine weiterhin starke Marktnachfrage und die positive Entwicklung der Spotraten.
Für Verlader ist die Meldung ein Zeichen, dass der Seefrachtmarkt trotz regional sinkender Preise weiterhin angespannt und ertragreich sein kann. Der Konzernausblick sagt aber nicht, dass jede Route teurer wird. Transpazifik, Asien–Europa und regionale Verkehre entwickeln sich sehr unterschiedlich.
Eine Prognose bleibt ausserdem eine Erwartung. Geopolitische Risiken, Treibstoffkosten, Hafensperrungen und schnelle Änderungen bei den Frachtraten können das Ergebnis bis zum Jahresende beeinflussen. Für die Beschaffung zählt deshalb die konkrete Relation und nicht nur die Bilanzmeldung der Reederei.
