Seit Montag, 1. Juni 2026, gelten in drei europäischen Ländern neue Regeln für den Strassentransport. Für Spediteure, Frachtführer und Disponenten ist das kein riesiges Gesetzespaket, aber ein klares Compliance Thema.
In Frankreich steigt der gesetzliche Mindestlohn SMIC um 2,41 Prozent. Der neue Bruttostundenlohn liegt bei 12,31 Euro. Vorher waren es 12,02 Euro. Das betrifft auch entsandte Lkw Fahrer, wenn sie in Frankreich internationale Transporte oder Kabotage durchführen. Wichtig bleiben die Meldepflichten, unter anderem über SIPSI.
In Norwegen wurden die Regeln zur Ladungssicherung verschärft. Der neue Paragraph 3-2a stellt stärker klar, dass nicht nur der Fahrer verantwortlich ist. Auch das Transportunternehmen muss Transporte so organisieren, dass die Ladung korrekt und sicher befördert werden kann. Bei Risikotransporten können zusätzliche Dokumentationspflichten wichtig werden.
In Deutschland gilt seit 1. Juni 2026 eine neue Regelung zur Vollstreckung von Fahrverboten bei Inhabern ausländischer EU und EWR Führerscheine. Praktisch geht es darum, dass Fahrverbote in Deutschland besser durchgesetzt werden können, auch wenn der Fahrer keinen deutschen Führerschein hat.
Für die Branche heisst das: Drei Länder, drei unterschiedliche Themen, aber dieselbe Botschaft. Wer grenzüberschreitend fährt, muss die lokalen Regeln kennen. Es reicht nicht, nur Frachtpreis und Fahrzeit zu planen. Mindestlohn, Meldung, Ladungssicherung und Fahrerlaubnis gehören genauso dazu.
