Contargo stellt Binnenschifffahrt zum Oberrhein wegen Niedrigwasser ein
Die anhaltende Trockenheit verschärft die Situation auf dem Rhein weiter. Nach Angaben von Contargo ist der Pegel in Kaub am 13. Juli auf 53 Zentimeter gesunken. Damit ist ein sicherer Betrieb der Binnenschifffahrt zum Oberrhein derzeit nicht mehr möglich.
Betroffen sind insbesondere die Terminals in Basel, Weil am Rhein, Ottmarsheim und Strassburg. Aus Sicherheitsgründen können die Contargo-Binnenschiffe diese Standorte aktuell nicht mehr erreichen. Das Unternehmen hat den Verkehr zum Oberrhein vorübergehend eingestellt.
Auch der Containerverkehr ist direkt betroffen. Die Binnenschiffe KV Panerai und KV Contargo I können ihre Importcontainer nicht mehr bis an den Oberrhein transportieren. Die Ladung wird stattdessen im Contargo-Terminal Emmelsum gelöscht. Kundinnen und Kunden wurden laut Contargo bereits über die betroffenen Sendungen informiert.
Im Export verkehren die Schiffe KV Vision, KV Statendam und KV Dortmund planmässig Richtung Antwerpen und Rotterdam. Für den 16. Juli ist noch eine zusätzliche Abfahrt vorgesehen. Diese ist jedoch bereits vollständig ausgebucht. Weitere Abfahrten können derzeit weder im Import noch im Export angeboten werden.
Contargo weist darauf hin, dass bei einem Pegel zwischen 50 und 60 Zentimetern in Kaub der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt wird. Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen rechnet das Unternehmen in den kommenden Tagen nicht mit einer spürbaren Entspannung der Wasserstände.
Für die Logistikbranche bedeutet die Situation zusätzliche Herausforderungen. Verzögerungen, Umladungen auf den Strassentransport sowie höhere Lager- und Transportkosten können die Folge sein. Unternehmen sollten alternative Transportlösungen frühzeitig prüfen und Lieferketten laufend überwachen.
