PS · PSE
Eingeschränkter Markt unter israelischer Zollkontrolle; humanitäre Logistik
Hauptstadt: Ost-Jerusalem (beansprucht) / Ramallah (Verwaltungssitz)
Kurzprofil
Die Palästinensischen Autonomiegebiete (ISO-Code: PS) liegen im Nahen Osten und umfassen das Westjordanland sowie den Gazastreifen, angrenzend an Israel und Jordanien. Politisch sind sie durch die Palästinensische Autonomiebehörde verwaltet, wobei die Sicherheits- und Verwaltungsbefugnisse zwischen Fatah im Westjordanland und Hamas im Gazastreifen aufgeteilt sind. Das Klima ist überwiegend mediterran im Westjordanland mit heissen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern, während der Gazastreifen ein subtropisches Küstenklima aufweist. Wirtschaftlich dominiert der Dienstleistungssektor, ergänzt durch Landwirtschaft, Bauwesen und Handel, wobei die eingeschränkte Bewegungsfreiheit die Entwicklung limitiert. Im Aussenhandel spielen Textilien, Olivenöl und landwirtschaftliche Produkte eine Rolle, während Lebensmittel, Treibstoff, Maschinen und Konsumgüter überwiegend importiert werden, was zu hoher Importabhängigkeit führt. Logistisch sind die Häfen von Gaza und die Grenzübergänge zu Israel und Jordanien für den Warenverkehr zentral. Die Transitfunktion ist stark eingeschränkt durch politische und sicherheitstechnische Gegebenheiten. Die Landeswährung ist der Israelische Schekel (ILS), der den grössten Teil der wirtschaftlichen Transaktionen bestimmt. Die Autonomiegebiete sind strategisch bedeutsam für regionale Lieferketten und humanitäre Logistik.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Palästinensisches Finanzministerium, Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung (Customs and Excise)Import-System
Zollunion mit Israel (Paris-Protokoll 1994). Israel kontrolliert die Aussengrenzen und zieht Zölle und MwSt ein. Palästinensische Abfertigung über ASYCUDA World der Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung.
Export-System
Exporte laufen über israelische Häfen (Ashdod, Haifa) und den Übergang Allenby/King-Hussein-Brücke nach Jordanien. Abfertigung über ASYCUDA World; israelische Sicherheitskontrolle aller Aussengrenzen.
Einfuhrsteuer / MwSt
Keine eigenen Freihandelsabkommen; de facto Teil des israelischen Zollgebiets. Präferenzieller EU-Marktzugang über das Interim-Assoziationsabkommen EU-PLO (1997); Ursprungsnachweis EUR.1 oder Ursprungserklärung.
Umfangreiche israelische Dual-Use-Liste beschränkt Einfuhren, besonders nach Gaza (Bau-, Telekom-, Maschinengüter). Waffen, Munition und sicherheitsrelevante Güter verboten. Strenge Kontrollen an allen Übergängen.
Aussengrenzen vollständig unter israelischer Kontrolle. Hamas (Verwaltung Gaza) ist von EU und USA als Terrororganisation gelistet; entsprechende Finanz- und Güterrestriktionen. Kein eigenes Exportkontrollregime.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Sehr hohe politische und sicherheitsbedingte Risiken. Bewegungs- und Einfuhrbeschränkungen, häufige Grenzschliessungen. Gaza seit Oktober 2025 unter fragiler Waffenruhe mit eingeschränkter Versorgung.
Mediterranes Klima: heisse, trockene Sommer, milde, regnerische Winter. Winterregen (November bis März) kann den Strassentransport im Bergland des Westjordanlands kurzzeitig beeinträchtigen.
Stand Juni 2026: fragile Waffenruhe in Gaza seit 10.10.2025, Wiederaufbauphase. Kerem Shalom einziger funktionierender Frachtübergang nach Gaza; Rafah geschlossen. Westjordanland-Handel über israelische Häfen und Jordanien.
Stand: 2026-06-27
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Hauptzahlungsmittel ist der Israelische Neue Schekel (ILS); daneben sind der Jordanische Dinar (JOD) und der US-Dollar (USD) im Umlauf.
Über das Paris-Protokoll bilden die Gebiete eine Zollunion mit Israel. Israel kontrolliert die Aussengrenzen, zieht Zölle und MwSt ein und leitet sie als Clearance-Einnahmen weiter.
Die palästinensische Einfuhr-MwSt beträgt 16 Prozent. Laut Paris-Protokoll darf sie höchstens 2 Punkte unter dem israelischen Satz (aktuell 18 Prozent) liegen.
Nein. Es gibt keinen funktionierenden eigenen Seehafen oder Frachtflughafen. Seefracht läuft über Ashdod und Haifa, Luftfracht über Ben Gurion (Israel).
Güter gelangen fast ausschliesslich über den Übergang Kerem Shalom nach Gaza; Rafah ist geschlossen. Seit Oktober 2025 gilt eine fragile Waffenruhe mit eingeschränkter Versorgung.
Ja. Das Interim-Assoziationsabkommen EU-PLO von 1997 gewährt präferenziellen Marktzugang. Als Nachweis dienen die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 oder die Ursprungserklärung.
Israel wendet eine umfangreiche Dual-Use-Liste an, die viele Bau-, Telekom- und Maschinengüter besonders nach Gaza beschränkt. Waffen und sicherheitsrelevante Güter sind verboten.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart:
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