SY · SYR
Levante-Küstenstaat am Mittelmeer; Wiederaufbau- und Transitmarkt zwischen Türkei, Irak, Jordanien und Libanon.
Hauptstadt: Damaskus
Kurzprofil
Syrien (ISO-Code: SY) liegt in Westasien und grenzt an die Türkei, den Irak, Jordanien, Israel und den Libanon sowie an das Mittelmeer. Politisch ist das Land eine präsidiale Republik, wobei die staatliche Kontrolle durch langjährige Konflikte und politische Instabilität eingeschränkt ist. Das Klima variiert von mediterran an der Küste über kontinental im Landesinneren bis zu wüstenartigen Bedingungen im Osten, mit heissen Sommern und kühlen Wintern. Wirtschaftlich basiert Syrien auf Landwirtschaft, Erdöl- und Gasproduktion, Industrie sowie Dienstleistungen, wobei die Infrastruktur durch Konflikte stark beeinträchtigt wurde. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Öl, Agrarprodukte und Textilien, während es für Maschinen, Konsumgüter und Energie stark auf Importe angewiesen ist. Logistisch verfügt Syrien über Seehäfen wie Tartus, internationale Flughäfen sowie Strassen- und Schienennetze, die angesichts der Lage und Sicherheitslage nur eingeschränkt Transitfunktionen erfüllen. Die Landeswährung ist das Syrische Pfund (SYP). Strategische Investitionen konzentrieren sich auf den Wiederaufbau von Infrastruktur, Transport und Logistik, um die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu fördern.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Import-System
Elektronische Zollanmeldung über ASYCUDA World (asycuda.customs.gov.sy), Abwicklung durch lizenzierte Zollagenten. Zolltarif 2025/2026 reformiert, laut Zollbehörde Sätze um 50 bis 60 Prozent gesenkt.
Export-System
Ausfuhranmeldung elektronisch über ASYCUDA World bei der Allgemeinen Behörde für Grenzen und Zoll; Exporte sind von der neuen Verkaufssteuer befreit (Nullsatz).
Einfuhrsteuer / MwSt
Ursprungsnachweise im Rahmen der Grossen Arabischen Freihandelszone (GAFTA / Arabische Liga). Mit der Schweiz und der EFTA besteht kein Freihandelsabkommen; mit der EU kein Präferenzabkommen.
Zahlreiche Waren einfuhrlizenzpflichtig; Beschränkungen u.a. für Waffen, Dual-Use-Güter und bestimmte Luxusgüter. Einfuhrvorschriften befinden sich in der Wiederaufbauphase im Wandel.
Umfassende Sanktionen 2025 aufgehoben: USA (EO 14312, 1.7.2025; Caesar Act 18.12.2025), EU (28.5.2025), Schweiz/SECO (20.6.2025). Gezielte Sanktionen gegen Assad-Akteure sowie US-Exportkontrollen bestehen teils fort.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Nachkriegs- und Wiederaufbauphase nach Sturz des Assad-Regimes (Dezember 2024). Sicherheitslage regional uneinheitlich, Infrastruktur teils zerstört, Bankenanbindung im Aufbau. Sanktions-Compliance trotz Lockerung weiter sorgfältig prüfen.
Mediterranes Küstenklima mit heissen trockenen Sommern und kühlen, regnerischen Wintern an der Küste; arides Landesinneres. Wetterrisiken für die Logistik gering gegenüber Sicherheits- und Infrastrukturrisiken.
2025 Wendepunkt: CMA CGM modernisiert das Containerterminal Latakia (rund 230 Mio. Euro, 30 Jahre), DP World betreibt das Mehrzweckterminal Tartus (800 Mio. USD). Damaskus und Aleppo wieder im internationalen Linienverkehr.
Stand: 2026-06-30
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die umfassenden Wirtschaftssanktionen wurden 2025 aufgehoben (USA per EO 14312 zum 1.7.2025, Caesar Act am 18.12.2025; EU am 28.5.2025; Schweiz/SECO am 20.6.2025). Gezielte Sanktionen gegen Akteure des früheren Assad-Regimes, Menschenrechtsverletzer, Captagon-Netzwerke sowie bestimmte US-Exportkontrollen bestehen fort. Eine Einzelfallprüfung bleibt nötig.
Latakia ist der wichtigste Containerhafen; CMA CGM modernisiert das Terminal (rund 230 Mio. Euro, 30-Jahres-Vertrag, Ziel über 1 Mio. TEU). Tartus wird von DP World betrieben (800 Mio. USD) und dient als Mehrzweckterminal. Baniyas ist der Ölhafen.
Bisher gibt es keine klassische Mehrwertsteuer, sondern eine Konsum-/Ausgabensteuer. Ein neues Verkaufssteuergesetz mit gestaffelten Sätzen (5, 10, 15 bis 45 Prozent für Luxusgüter) soll 2026 in Kraft treten; Grundgüter sind befreit, Exporte werden mit Nullsatz besteuert.
Die Abfertigung erfolgt elektronisch über ASYCUDA World; die Anmeldung übernimmt ein lizenzierter Zollagent bei der Allgemeinen Behörde für Grenzen und Zoll (eingerichtet durch Dekret 244 vom 23.11.2025). Der Zolltarif wurde 2025/2026 reformiert und laut Behörde deutlich gesenkt.
Ja. Damaskus International nahm Anfang Januar 2025 den Betrieb wieder auf, Aleppo folgte; über ein Dutzend arabische und internationale Fluggesellschaften bedienen das Land wieder im Linienverkehr.
Nein. Mit der Schweiz, der EFTA und der EU besteht kein Freihandels- oder Präferenzabkommen. Syrien ist jedoch Mitglied der Grossen Arabischen Freihandelszone (GAFTA) der Arabischen Liga.
Syrien befindet sich in der Wiederaufbauphase. Teile der Infrastruktur sind zerstört, die Sicherheitslage ist regional uneinheitlich und die Bankenanbindung im Aufbau. Grossinvestitionen von CMA CGM, DP World und AD Ports signalisieren jedoch eine beginnende Erholung.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: