Am 31. Dezember 2026 wird das Schweizer Zollprogramm DaziT offiziell abgeschlossen. DaziT wurde 2018 gestartet, um alte Systeme zu ersetzen und die Abläufe beim Zoll stärker zu digitalisieren.
Für Leser ausserhalb der Schweiz kurz erklärt: Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union und hat eine eigene Zollgrenze. Waren müssen deshalb bei der Einfuhr und Ausfuhr angemeldet werden. Zuständig ist das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, kurz BAZG.
Mit dem Ende von DaziT ist diese Modernisierung aber nicht erledigt. Ein wichtiger Teil ist das neue Warenverkehrssystem Passar. Es ersetzt nach und nach bisherige Programme für Durchfuhr, Ausfuhr und Einfuhr.
Bei Durchfuhr und Ausfuhr ist die Umstellung bereits weitgehend erfolgt. Bei der Einfuhr läuft sie noch. Das alte System e-dec Import kann nach aktueller Planung bis zum 30. September 2027 genutzt werden. Danach sollen Einfuhren nur noch über Passar angemeldet werden können.
Davon betroffen sind nicht nur Zollagenten. Auch Importeure, Exporteure, Transportunternehmen, Kurierdienste, Softwareanbieter und ausländische Lieferanten müssen ihre Abläufe anpassen. Wer Waren in die Schweiz liefert, sollte wissen, welche Angaben der Empfänger oder dessen Zollvertretung benötigt.
Neu wird auch die bisherige ZAZ-Kontonummer durch eine Geschäftspartner-ID, kurz GP-ID, ersetzt. Firmen müssen sich dafür im ePortal des Bundes registrieren. Eine automatische Übernahme der bisherigen Konten ist nicht vorgesehen. Darum sollte rechtzeitg geklärt werden, wer die Registrierung und den Bezug der Zolldokumente übernimmt.
Auch der Grenzablauf wird stärker automatisiert. Bei Passar wird eine vorbereitete Warenanmeldung erst durch die sogenannte Aktivierung rechtsverbindlich. Im Idealfall geschieht das beim Grenzübertritt digital. Dafür müssen Warenanmeldung, Transportdaten und Fahrzeug richtig miteinander verbunden sein.
DaziT ist damit als Programm bald abgeschlossen. Bis die neuen Systeme überall sauber laufen und die alten Anwendungen verschwunden sind, bleibt aber noch einiges zu tun.
