Iran setzt laut einem Reuters-Bericht vom 14. Oktober auf eine veränderte Taktik gegen die Schifffahrt im Raum der Strasse von Hormus. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf zwei ranghohe iranische Vertreter und einen US-Militärvertreter, die nicht namentlich genannt werden.
Der Bericht beschreibt unter anderem Beobachter auf kleinen Booten und eine mögliche Ausweitung der Operationen in den Golf von Oman. Reuters zitiert ausserdem das von der US-Marine geführte Joint Maritime Information Center, kurz JMIC. Dieses hatte die Bedrohung für Handelsschiffe als schwerwiegend eingestuft. (Quelle: Reuters-Wiederveröffentlichung)
Für die Logistik ist damit vor allem eines klar: Ein bestätigter Transport braucht weiterhin eine Prüfung der konkreten Reise. Die politische Absicht, die im Bericht beschrieben wird, ist keine Garantie dafür, welche Strecke ein einzelnes Schiff noch befahren kann.
Verlader sollten beim Reeder die aktuelle Annahme von Ladung, geplante Route und mögliche Sicherheitszuschläge abfragen. Hinzu kommen Fragen zur Versicherung und zum Umgang mit einer kurzfristigen Unterbrechung. Besonders bei fest zugesagten Lieferterminen muss der Kunde wissen, welcher Teil der Laufzeit noch unsicher ist. Ersatzwege sollten erst nach Prüfung von Kosten, Kapazität und tatsächlichem Nutzen gebucht werden. Eine einfache Umfahrung löst nicht für jeden Abgangshafen dasselbe Problem.
