Ausbau von KI-Rechenzentren treibt Luftfracht zwischen Asien und den USA an
Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren in den USA verändert den internationalen Luftfrachtmarkt. Immer mehr Serverracks, Halbleiter und weitere Hightech-Komponenten werden kurzfristig aus Asien eingeflogen. Dadurch steigt die Nachfrage nach Luftfrachtkapazitäten deutlich.
Nach Angaben des Wall Street Journal legte das Luftfrachtvolumen zwischen Asien und Nordamerika im Mai gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent zu. Gleichzeitig meldet der internationale Luftfahrtverband IATA ein weltweites Wachstum des Luftfrachtvolumens um sechs Prozent.
Die hohe Nachfrage wirkt sich direkt auf die Transportpreise aus. Im Juni lagen die Spotraten auf der Strecke zwischen Asien und Nordamerika rund 36 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders kurzfristige Sendungen mit hoher Priorität verteuern sich deutlich.
Für Airlines und Logistikdienstleister entwickelt sich Hightech-Fracht zu einem attraktiven Geschäftsfeld. Gleichzeitig verdrängen Servertechnik, Halbleiter und weitere Komponenten teilweise klassische E-Commerce-Sendungen aus verfügbaren Frachträumen. Die Kapazitätsplanung gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.
Für Verlader bedeutet die Entwicklung, dass frühzeitige Buchungen und eine flexible Transportstrategie immer wichtiger werden. Wer auf kurzfristige Luftfracht angewiesen ist, muss mit längeren Vorlaufzeiten und höheren Transportkosten rechnen.
