Die weltweite Luftfracht ist im August 2026 gegenüber dem Vorjahr gewachsen: laut Metro um sechs Prozent, laut WorldACD um fünf Prozent. Besonders aus Asien kommt neue Nachfrage durch hochwertige Technik. Dazu gehören Halbleiter, Server, Speicher, Stromversorgung und weitere Ausrüstung für Rechenzentren und künstliche Intelligenz, kurz KI.
Der Markt ist dabei enger, als das reine Wachstum vermuten lässt. Die weltweite Luftfrachtkapazität blieb im August laut Metro gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert; WorldACD weist ein Plus von zwei Prozent aus. Wenn das Volumen deutlich stärker wächst als der Frachtraum, steigen Auslastung und Preisdruck. Zusätzliche Vollfrachter lassen sich wegen verspäteter Flugzeuglieferungen und langsamer Umbauprogramme nicht schnell bereitstellen.
In der 36. Kalenderwoche stiegen die Spotraten aus Asien nach Europa um drei Prozent und in die USA um zwei Prozent gegenüber der Vorwoche. Von China und Thailand nach Europa betrug der Anstieg je sechs Prozent. Solche Wochenwerte sind Momentaufnahmen, zeigen aber die knapper werdende Lage.
E-Commerce ist nicht verschwunden. Änderungen bei europäischen Regeln für Kleinsendungen haben einzelne China-Verkehre zunächst gebremst. Flugzeuge wurden daraufhin teilweise auf stärkere Transpazifik-Routen verschoben. Gleichzeitig sorgt Hightech-Ladung für neues Volumen.
Für diese Ware gelten besondere Anforderungen. Server und Chips sind teuer, diebstahlgefährdet und empfindlich gegen Feuchtigkeit, Erschütterung und elektrostatische Entladung. Batterien oder Notstromsysteme können zusätzlich unter Gefahrgutregeln fallen.
