Für Onlineshops und Versender in die USA wird es ungemütlicher.
Die amerikanische Zollbehörde CBP hat das Ende der bisherigen 800-USD-Freigrenze nun dauerhaft in ihren Regeln verankert. Betroffen sind Waren aus allen Ländern und über alle Verkehrsträger.
Die Freigrenze bedeutete früher: Waren bis zu einem Wert von 800 USD konnten meistens ohne Zollabgaben und mit vereinfachter Abwicklung in die USA geschickt werden.
Diese Möglichkeit ist nun weg.
Ganz neu ist das nicht. Die USA hatten die Freigrenze bereits im August 2025 weltweit ausgesetzt. Mit den neuen Regeln vom 24. Juni 2026 wird daraus aber eine unbefristete und klar geregelte Lösung.
Für Kurier-, Express-, Luft- und Seefrachtsendungen gelten die neuen Vorgaben bereits. Für internationale Postsendungen kommt ab dem 24. Juli ein neues vereinfachtes Einfuhrverfahren.
Auch kleine Pakete brauchen künftig saubere Angaben zu Ware, Wert, Ursprung und Zolltarifnummer. Dazu kommen die jeweiligen Zölle, Steuern und Gebühren.
Für DACH-Onlineshops ist das ein direkter Kostenschlag. Eine Bestellung von 100 oder 200 Euro ist nicht mehr automatisch zollfrei. Zusätzlich können Kosten für Zollabfertigung, Broker, Datenübermittlung und Auslagen entstehen.
Gerade bei günstigen Produkten kann die Abfertigung am Ende fast mehr kosten als die Ware selbst.
