ER · ERI
Rotes-Meer-Hafenstandort / Rohstoffexporteur
Hauptstadt: Asmara
Kurzprofil
Eritrea (ISO-Code: ER) liegt am Horn von Afrika am Roten Meer und grenzt an Sudan, Äthiopien und Dschibuti. Politisch ist das Land eine einheitliche Präsidialrepublik mit zentralistischer Führung und eingeschränkten demokratischen Strukturen. Das Klima ist überwiegend arid bis semiarid, mit heissen Temperaturen in Küsten- und Wüstenregionen sowie kühleren Bedingungen in Hochlandgebieten. Wirtschaftlich ist Eritrea stark auf Bergbau, Landwirtschaft und Hafenbetrieb ausgerichtet, wobei der internationale Handel begrenzt bleibt. Der Aussenhandel umfasst vor allem Rohstoffe und Lebensmittelimporte, während das Land bei Maschinen, Treibstoff und Konsumgütern stark importabhängig ist. Strategisch gelegene Häfen wie Massawa sichern die Transit- und Logistikfunktion für den regionalen Handel am Roten Meer. Die Landeswährung ist der Eritreische Nakfa (ERN), der stabile Handels- und Finanztransaktionen innerhalb des Landes ermöglicht. Eritrea spielt eine Rolle als regionaler Logistikknotenpunkt und profitiert von seiner Lage an wichtigen Schifffahrtsrouten. Infrastruktur, geographische Lage und Ressourcenausrichtung prägen die wirtschaftliche und logistische Bedeutung des Landes.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Eritrean Customs (Customs and Excise Division, Finanzministerium)
Import-System
Eritrea nutzt seit 2024 ASYCUDA World (UNCTAD) mit Single-Window-Ansatz; löste das papierbasierte Altsystem von 2007 ab. Abwicklung über die Customs and Excise Division des Finanzministeriums.
Export-System
Exportabfertigung ebenfalls über ASYCUDA World; wichtigste Ausfuhren Gold, Mineralien sowie Agrar- und Tierprodukte über die Häfen Massawa und Assab.
Einfuhrsteuer / MwSt
Eritrea ist COMESA-Mitglied, hat die COMESA-Freihandelszone aber noch nicht voll umgesetzt (Stand 2023). Kein Abkommen mit EU oder EFTA; AfCFTA nicht unterzeichnet.
Kontrollen v.a. für Waffen, Munition, Suchtmittel und Devisen. Strenge Devisenkontrollen; der Nakfa ist nicht frei konvertierbar und unterliegt Aus-/Einfuhrbeschränkungen.
Aktuell keine UN- oder EU-Sanktionen. UN-Waffenembargo im Nov. 2018 (Resolution 2444) aufgehoben, EU-Embargo im Dez. 2018. Zuvor Embargo seit 2009 (Resolution 1907).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Eingeschränkte Infrastruktur, geringe Handelsvolumina, Devisenknappheit und bürokratische Abfertigung erhöhen das Logistikrisiko. Begrenzte Verfügbarkeit internationaler Spediteure und Liniendienste.
Arides bis semiarides Klima; sehr heisse Küstenregion am Roten Meer mit Hitzebelastung für temperaturempfindliche Güter. Vereinzelt Regenzeit im Hochland (Juni bis September).
Eritrea modernisiert die Zollabwicklung mit ASYCUDA World (Einführung 2024). Massawa und Assab sind die zentralen See-Gateways; der Aussenhandel bleibt volumenmässig begrenzt.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die beiden zentralen Seehäfen sind Massawa (vor allem Container) und Assab (Massengut und Erdölprodukte). Beide liegen am Roten Meer und bedienen den Aussenhandel des Landes.
Nein. Eritrea erhebt keine MwSt, sondern eine Verkaufssteuer nach der Sales and Excise Tax Regulation 64/1994: 5 Prozent auf bestimmte Güter, 10 Prozent auf gewisse Dienste und 12 Prozent auf übrige Güter.
Aktuell bestehen keine UN- oder EU-Sanktionen. Das UN-Waffenembargo wurde im November 2018 mit Resolution 2444 aufgehoben, das EU-Embargo im Dezember 2018.
Eritrea hat 2024 das System ASYCUDA World der UNCTAD eingeführt und damit ein papierbasiertes Altsystem aus dem Jahr 2007 abgelöst. Es nutzt einen Single-Window-Ansatz.
Die Landeswährung ist der Eritreische Nakfa (ERN). Er ist nicht frei konvertierbar und unterliegt strengen Devisenkontrollen, was internationale Zahlungen erschwert.
Nein. Eritrea liegt am Horn von Afrika mit langer Küste am Roten Meer und grenzt an Sudan, Äthiopien und Dschibuti.
Exportiert werden vor allem Gold, Mineralien sowie Agrar- und Tierprodukte. Importiert werden vorwiegend Maschinen, Fahrzeuge, Erdölprodukte und Lebensmittel.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: