MZ · MOZ
Transit-Tor südliches Afrika / Rohstoff- und LNG-Exporteur
Hauptstadt: Maputo
Kurzprofil
Mosambik (ISO-Code: MZ) liegt im Südosten Afrikas an der Küste des Indischen Ozeans und grenzt an Tansania, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Eswatini. Politisch ist es eine präsidiale Republik mit einem stabilen Mehrparteiensystem. Das Klima ist tropisch an der Küste, im Landesinneren teils subtropisch, mit einer ausgeprägten Regenzeit von November bis April. Wirtschaftlich ist Mosambik reich an natürlichen Ressourcen, insbesondere Gas, Kohle, Aluminium und landwirtschaftlichen Produkten, während der Industriesektor noch im Ausbau begriffen ist. Die logistische Bedeutung ergibt sich vor allem durch die Häfen von Maputo, Beira und Nacala, die zentrale Tore für den regionalen und internationalen Handel darstellen. Im Aussenhandel dominieren Exporte von Gas, Kohle und Aluminium, während Lebensmittel, Maschinen und Konsumgüter importiert werden, wodurch eine hohe Importabhängigkeit besteht. Mosambik spielt eine wichtige Transitrolle für den Binnenhandel seiner Nachbarstaaten, insbesondere für Sambia und Simbabwe. Die Landeswährung ist der Metical (MZN), der die wirtschaftliche Stabilität unterstützt. Infrastrukturprojekte wie Eisenbahnverbindungen und Hafenmodernisierungen stärken die Rolle Mosambiks als logistischen Knotenpunkt im südlichen Afrika. Der Tourismussektor und die Fischerei ergänzen die wirtschaftliche Diversifikation des Landes.
Erwähnte Länder
Import-System
Janela Única Electrónica (JUE) über MCNet: TradeNet plus Mozambique Customs Management System (MCMS); Zollanmeldung per Documento Único (DU).
Export-System
Ausfuhr ebenfalls über die JUE (TradeNet/MCMS) mit Documento Único (DU); zuständig ist die Direcção Geral das Alfândegas der AT.
Einfuhrsteuer / MwSt
SADC-Ursprungszeugnis im SADC-Freihandel; EUR.1 oder Ursprungserklärung unter EU-SADC-EPA; AfCFTA-Nachweis. Kein FTA mit Schweiz/EFTA - Schweizer Exporte zum Meistbegünstigungszoll.
Einfuhrlizenzen und Vorabkontrollen u.a. für Lebensmittel, Pharmazeutika, lebende Tiere, Waffen und Chemikalien; Verbote und Beschränkungen nach Pauta Aduaneira und JUE-Vorschriften.
Keine umfassenden internationalen Sanktionen gegen Mosambik. UN-Mitglied ohne Handelsembargo; im Norden (Cabo Delgado) bewaffneter Konflikt mit Reisewarnungen, jedoch kein Wirtschaftsembargo.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Bewaffneter Aufstand in Cabo Delgado (seit 2017) belastet LNG-Projekte und den Norden; Zyklon- und Hochwasserrisiko; Infrastruktur- und Kapazitätsengpässe an Häfen und Bahnlinien.
Regenzeit November bis April mit Zyklonsaison im Indischen Ozean; Überschwemmungen und Sturmschäden (z.B. Zyklon Idai 2019) können Häfen, Strassen und Bahn zeitweise unterbrechen.
TotalEnergies Mozambique LNG in Cabo Delgado nahm 2025 nach Sicherheits- und Finanzierungsfortschritten wieder Fahrt auf; Ausbau der Häfen Nacala und Maputo (30,9 Mio t 2024) läuft.
Stand: 2026-06-27
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der IVA-Normalsatz beträgt 16 Prozent auf den Zollwert (CIF plus Zoll), seit 1.1.2023 und für 2026 beibehalten. Ausfuhren sind mit 0 Prozent steuerbefreit; auf bestimmte Güter wird zusätzlich eine Verbrauchsteuer (ICE) erhoben.
Die Zollsätze der Pauta Aduaneira reichen je nach Tarifposition von 0 bis 20 Prozent. Rohstoffe sind niedrig belastet, fertige Konsumgüter meist mit rund 20 Prozent. Grundlage ist das Gesetz 17/2022, geändert durch Gesetz 08/2025.
Die Zollabwicklung läuft über die Janela Única Electrónica (JUE), betrieben von MCNet mit den Plattformen TradeNet und dem Mozambique Customs Management System (MCMS). Die Anmeldung erfolgt über das Documento Único (DU).
Nein. Zwischen Mosambik und der Schweiz beziehungsweise der EFTA besteht kein Freihandelsabkommen; Schweizer Waren werden zum Meistbegünstigungszoll abgefertigt. Präferenzen gelten vor allem im SADC-Raum und unter dem EU-SADC-EPA.
Die drei wichtigsten Seehäfen sind Maputo im Süden, Beira in der Mitte und Nacala im Norden. Sie sind über Strassen- und Bahnkorridore mit Südafrika, Simbabwe, Sambia und Malawi verbunden.
Im Norden (Provinz Cabo Delgado) besteht seit 2017 ein bewaffneter Konflikt, der LNG-Projekte und Lieferketten belastet. Hinzu kommen Zyklon- und Hochwasserrisiken in der Regenzeit sowie Kapazitätsengpässe an Häfen und Bahnlinien.
Üblich sind Handelsrechnung, Packliste, Konnossement oder Luftfrachtbrief, das Documento Único (DU) sowie ein Ursprungszeugnis. Je nach Ware kommt eine Einfuhrlizenz hinzu.
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