Für USA-Importe läuft die Uhr. Der pauschale Importzuschlag von 10 Prozent gilt nach aktueller Regelung nur bis zum 24. Juli 2026.
Die USA hatten den Zuschlag am 24. Februar 2026 eingeführt. Grundlage ist Section 122 des amerikanischen Handelsrechts. Diese Regel erlaubt dem Präsidenten einen temporären Importzoll von maximal 15 Prozent, aber nur während höchstens 150 Tagen.
Ohne Zustimmung des Kongresses kann der aktuelle Zuschlag nicht einfach über diese Frist hinaus verlängert werden. Möglich ist aber, dass die US-Regierung andere Zollinstrumente einsetzt, beispielsweise Section 301 oder produktspezifische Zölle.
Für Verlader und Importeure schafft das keine echte Entwarnung. Der 10-Prozent-Satz könnte auslaufen, verlängert oder durch andere Zölle ersetzt werden. Entscheidend ist dabei nicht unbedingt das Abfahrtsdatum, sondern wann die Ware in den USA zur Einfuhr angemeldet wird.
Wer Sendungen Ende Juli plant, sollte deshalb besonders genau hinschauen. Ein Container, der einige Tage früher oder später abgefertigt wird, könnte unter eine andere Zollregel fallen.
